Donnerstag, 26. Januar 2012

1923 - Die Wucht und Kraft der völkischen Verbände in Bayern

Ein Beitrag zum Verständnis des 9. Novembers 1923 und seiner Nachwirkungen

Eine zutreffende Einschätzung zu erhalten, aus welchen Beweggründen heraus am 9. November 1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch durchgeführt worden ist, insbesondere, aus welchen Beweggründen in seinem Zusammenhang die entscheidenden Herren von Kahr, von Lossow und von Seisser gehandelt haben, ist heute sehr schwer. Die Gemengelage der Interessen war damals eine für den heutigen Betrachter sehr undurchsichtige. Als es dann nach dem Putsch zum Hochverratsprozess gegen Hitler und Ludendorff in München kam, waren in diesem - nach Meinung vieler Beobachter - die eigentlichen Angeklagten gar nicht Hitler und Ludendorff, sondern die nur als Zeugen vorgeladenen Herren von Kahr, von Lossow und von Seißer. Diese Einschätzung findet sich in heutigen Geschichtsbüchern aber nur sehr selten besonders deutlich wieder.

Im Jahr 1971 wurden aber in einer Dokumentation (17) Szenen aus dem Hochverratsprozess nachgespielt nur allein mit wörtlichen Ausschnitten aus den Gerichtsprotokollen. Sieht man sich diese eineinhalbstündige Dokumentation an, wird einem erst wieder die Berechtigung der genannten Meinung der Zeitgenossen bewusst. Die Dokumentation macht deutlich, dass die Herren von Kahr, von Lossow und von Seisser selbst auf einen Staatsstreich und einen Putsch von Bayern aus gegen Berlin und gegen die Verfassung der Weimarer Republik hingearbeitet haben. Und wenn sie das getan haben, dann waren die "Putschisten" und "Hochverräter" Hitler und Ludendorff gar nicht solche, sondern handelten vielmehr im Einklang mit dem ihnen bekannten Willen der damaligen bayerischen Staatsregierung. Dies arbeitet die genannte Dokumentation heraus.

Und aus diesem Blickwinkel erhalten alle Vorgänge rund um den Hitler-Ludendorff-Putsch vom 9. November 1923 eine neue Beleuchtung und Bewertung. Dies sei zur Einleitung gesagt (die erst nachträglich, am 30.7.2016 zu diesem Artikel hinzugefügt wird [- mit Dank an einen befreundeten Blogger für den Hinweis auf diese Dokumentation]).

Heute ist überhaupt nur noch wenigen Menschen bewusst, welche Popularität Hitler und Ludendorff und ihre Ziele eben nicht nur unter den damaligen Menschen in Deutschland und vor allem auch in Bayern hatten, sondern eben auch in seiner Führungsschicht. Dass diese Popularität fortdauernd war und durch den Hochverratsprozess in München nicht litt, sondern eher noch gesteigert wurde, ist unter anderem auch ablesbar an dem Ergebnis der Landtagswahlen und der Reichstagswahl vom Frühjahr 1924 während des Hitler-Ludendorff-Prozesses in München, bzw. unmittelbar danach (17. Februar 1924 Landtagswahl in Mecklenburg, 6. April Landtagswahl in Bayern, 4. Mai Wahl zum deutschen Reichstag).

Der Zorn des "deutschen Volkswillens" im "Ruhrkampf"

Psychologisch nachvollziehbar wird diese Popularität zumindest in Teilen, wenn man sich nur allein von dem Aufruhr der Gefühle eines ganzen Volkes einen Begriff macht, der mit der militärischen Besetzung des Rheinlandes durch Frankreich ab dem 10. Januar 1923 verbunden gewesen ist. Einen Eindruck von der Stimmung vor Ort in jenen Tagen verschafft einem ein Bericht aus dem Jahr 1930 jenes Friedrich Grimm (1888-1959), der am 24. Januar 1923 die vor dem französischen Kriegsgericht in Mainz angeklagten deutschen Ruhr-Industriellen und -Beamten verteidigte. Die damals so genannten "Führer" des Ruhrkampfes. Dieser Bericht macht deutlich, daß hinter diesen Angeklagten das gesamte deutsche Volk - von den Rechtsradikalen bis zu den Kommunisten - stand (12). Und das waren damals keine parteipolitischen Floskeln, sondern lebensechtes Geschehen. Dieser Bericht ist in seiner Gesamtheit sehr eindrucksvoll. Aber er zitiert auch die dänische Schriftstellerin Karin Michaelis (1872-1950), die den 25. Januar 1923 in Essen miterlebt hat. Und dabei fließen derselben zum Beispiel ganz von selbst Redewendungen in die Feder wie "der Volkswille wußte ..." oder "unsichtbare Harfen, deren Saiten mit unsichtbaren Händen geschlagen wurden". Auch spricht sie von der "kostbaren Ladung" eines Autos:
Heute wurden die so "gnädig" Bestraften" zurückerwartet. 
Also die schließlich aus Furcht vor der Erregung der deutschen Bevölkerung nur zu Geldstrafen verurteilten Ruhr-Industriellen und -Beamten. Und zwar zurückerwartet vom Gerichtsort Mainz:
Heute um drei Uhr. Essen war nicht festlich geschmückt. Essen ist nicht die Stadt der Blumen - und Flaggen sind verboten. Ebenso wie Glockengeläute, wie das Absingen vaterländischer Lieder. Und doch war es ein Fest, von dem weit die Kunde gehen wird.

Henrik Ibsen erfand den Ausdruck: "Harfen in der Luft!" Das paßte hier. Unsichtbare Harfen, deren Saiten mit unsichtbaren Händen geschlagen wurden.

Vor dem Bahnhof, auf dem offenen, mächtigen Platz und in allen daran anstoßenden Straßen hatte sich eine Schar von ungefähr 100 000 Männern, Frauen und Kindern versammelt. Von diesen waren kaum zehn wohlgekleidet, kaum fünfzig wohlernährt. Die Bergleute hatten sich mit ihrer Minentracht geschmückt und standen oben auf der Eisenbahnbrücke. Nicht nur alle Fenster, Laternenpfähle, Balkons und Dachfenster waren mit Gesichtern gefüllt, man ritt auf den Dächern, hing aus den Türmen heraus.

Um 3 Uhr sollte der Zug kommen. Eine Viertelstunde später hieß es: Die Züge stehen auf der ganzen Linie still. Der Streik ist ausgebrochen. Kein Mensch rührte sich, um wegzugehen. Alle diese Tausende und Zehntausende wußten, daß, wenn auch kein Zug mehr nach Ost und West, Süd und Nord ging, der Zug, den man erwartete, noch kommen würde.

Ein feiner Staubregen ließ den Wartenden den Kohlenstaub ins Gesicht wehen. Die Menge ist nie schön. Die Menge hier ist ausgesucht unschön. Aber in den Augen aller brannte derselbe erhabene Feuergeist. Man hatte so lange gelitten und so viel. Man wollte sich das Glück eines Augenblicks nicht nehmen lassen, das Glück eines einzigen großen Augenblicks. Der Volkswille wußte, daß er diesmal gesiegt hatte, wenn auch der Sieg die Einleitung zu Tod und Verderben sein sollte. Sonst ist die Wartezeit lang. Hier liefen Hunderte von Minuten wie Sekunden. Diese Menge würde 24 Stunden gewartet haben, wenn es hätte sein müssen. Es fing an zu dunkeln, aber ehe die Finsternis kam, rollte der Zug ein.

Zehn Autos empfingen die kostbare Ladung. Als der erste der Zurückgekehrten aus dem Zug stieg, brauste es wie ein Donner vom Himmel, der Donner, der die Erde zittern machte und die Herzen erbeben ließ, der tausendfältige Hurraruf, der aus den rauhen und heiseren, matten und doch kraftvollen Kehlen kam.

Das war das Land selber, welches - lange gewohnt, nur zu stöhnen - einen Jubelruf gebar.

Jedes Auto war von berittener Polizei umgeben. Aber was nützte das? Die Menge scharte sich so fest und ergeben um den Wagen, daß es aussah, als würde er von Menschenhänden getragen. Kaum waren die Hurrarufe verklungen, als das von den Franzosen verbotene geliebte Lied: "Deutschland, Deutschland über alles" und "Die Wacht am Rhein" in die Dämmerung hinaus gejauchzt und geschluchzt wurde. Es war ja nicht nur das, daß die Führer wieder auf freiem Fuße waren. Wer weiß, wieviel Tage vergehen, bis sie wieder eingesperrt werden. Es war hier ein Volk, das sich selber der Eid schwur, einig und fest zu stehen bis zu letzten, bis zur allerletzten Stunde.
Und in genau dem gleiche Geist ist auch der Bericht jenes Friedrich Grimm gehalten, der schon vor 1933 Nationalsozialist werden sollte, während zur gleichen Zeit Karin Michaelis sich als Kriegsgegnerin und Gegnerin der Nationalsozialisten zu engagieren begann. Schon der unterschiedliche Lebensweg dieser beiden Berichterstatter zehn Jahre später macht deutlich, wieviele unterschiedliche Menschen sich im Jahr 1923 noch einig gewesen waren. Ein so starker Aufruhr der Gefühle, des patriotischen Zorns, der von Peter Sloterdijk in seinem Buch "Zorn und Zeit" nur bezüglich des sozusagen jüdischen (alttestamtentarischen) Patriotismus behandelt und analysiert worden ist, (noch) nicht bezüglich des Patriotismus jedes anderen Volkes, mußte in Deutschland noch lange nachwirken. Auch auf parteipolitischem Gebiet. Wer übrigens weiß, für wie lang ...? - Patriotischer Zorn kann über viele Jahrzehnte hinweg wie verborgen weiterwirken, wie Sloterdijk weiß. Eben: "Zorn und Zeit" ...

Der beträchtliche Wahlerfolg der völkischen Parteien im Frühjahr 1924

Der für die genannten Wahlen von 1924 antretende Listenzusammenschluß aus der norddeutschen "Deutschvölkischen Freiheitspartei" unter Albrecht von Graefe und der süddeutschen NSDAP unter Adolf Hitler, bzw. Gregor Strasser, benannt "Nationalsozialistische Freiheitspartei" - bzw. in Bayern und andernorts auch "Völkisch-(sozial)er Block" - erreichte jedenfalls vor allem in Mecklenburg und in Bayern aus dem Stand heraus zweistellige Prozentzahlen und wurde sowohl im Mecklenburger wie im Bayerischen Landtag aus dem Stand heraus zweit- bzw. drittstärkste Partei hinter der Deutschnationalen Volkspartei und der SPD (in Mecklenburg), bzw. hinter der Bayerischen Volkspartei und gleichstark mit der SPD (in Bayern).

Am 10. Februar 1924 bekamen die "Völkischen" in der Wahl in Lübeck 7,4 Prozent, am 10. April 1924 bekam die "Vereinigte Völkische Liste" bei der Landtagswahl in Thüringen 9,3 Prozent (Wiki). Reichsweit erhielten die Völkischen in der Reichstagswahl vom 4. Mai 1924 6,6 Prozent der Stimmen, das ist deutlich mehr als die NSDAP noch im Jahr 1928 (wieder) bekommen sollte, als sie nur 2,6 Prozent der Stimmen erhielt! Erst im Jahr 1930 - und diesmal (!) offenbar mit kräftigsten Finanzhilfen - erreichte die NSDAP ein höheres Ergebnis als jenes vom Mai 1924. Und auf Wikipedia heißt es zur Reichstagswahl vom 4. Mai 1924 zusätzlich:
Hätte die Wahl im Sommer oder Herbst 1923 stattgefunden, wäre der Erfolg der extremen Parteien wahrscheinlich noch um einiges deutlicher ausgefallen. 
Das lag eben vor allem daran, daß das ganze Jahr 1923 geprägt war von der Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen, von seperatistischen Bestrebungen im Rheinland, in der Pfalz und - so vermuteten viele - auch unter den Monarchisten Bayerns. Es war geprägt von hohen Reparationsforderungen der ehemaligen westlichen Kriegsgegner und von einer immer rasender werdenden Inflation. All dies gab den völkischen politischen Vereinigungen und Kampfverbänden starken Auftrieb, zumal auch die "etablierten" rechtskonservativen Kreise sich diesem nationalen Sog, ja, dieser allgemeinen nationalen Empörung in Deutschland kaum entziehen konnten.

Ungenügende Bewertung der Eigenbedeutung des Hitler-Ludendorff-Putsches vom 9. November

Die Kulmination der Entwicklungen, der "Hitler-Ludendorff-Putsch" vom 9. November 1923, wird heute zumeist nur sehr plakativ im Rahmen der Vorgeschichte des Dritten Reiches behandelt. Dabei war er - wie auch am parallelen Geschehen des Ruhrkampfes ablesbar ist - wesentlich mehr, als bloß "Vorgeschichte". Er war Ausdruck einer Empörung weitester Kreise mit den Entwicklungen in Deutschland in jenem Jahr und der Versuch, diesen Entwicklungen gegenüber eine politische Wende einzuleiten.

Auch wird heute selten bewußt gemacht, wie eng die damaligen bayerisch-monarchischen Kräfte bis zum 9. November 1923 mit den bayerisch-völkischen Kräften zusammen gearbeitet haben, unter starken Spannungen zwischen beiden Kräfte. Es wird wenig bewußt gemacht, welche Ziele sie überhaupt verfolgt haben, und warum sich dann die monarchisch gesonnene bayerische Staatsregierung dennoch gegen den Hitler-Ludendorff-Putsch stellte, auf den sie ja letztlich selbst bis dahin hingewirkt hatte. So ist auch der diesbezügliche Wikipedia-Artikel derzeit ziemlich kurz und deshalb unklar gehalten. Wichtige Personen wie der Kronprinz Rupprecht von Bayern sind in ihm gar nicht erwähnt. Dies gilt auch für den diesbezüglichen Artikel des "Historischen Lexikons Bayerns", in dem ebenfalls die Rolle der damaligen staatlichen Kräfte Bayerns und der monarchischen Kräfte rund um den Kronprinzen Rupprecht kaum erwähnt wird. Allerdings wird das in diesem Lexikon durch andere Artikel ergänzt.

Auch etwa der Ludendorff-Biograph Manfred Nebelin hat schon in einer Studie aus dem Jahr 2000 in vielleicht sehr typischer Weise die Bedeutung des Hitler-Ludendorff-Putsches keineswegs treffend und differenziert genug gekennzeichnet, wenn er ganz pauschal von einem "Prestigeverlust" Ludendorffs durch den Putsch und den nachvollgenden Prozeß sprach  (11, S. 248). - "Prestigeverlust" in vielerlei Kreisen der alten (monarchisch-klerikalen) Eliten für allerhand Jahre ganz bestimmt. Verlust an Popularität innerhalb der Wählerschaft Bayerns und Deutschlands allerdings offenbar keineswegs so rundweg, wie eine sehr oberflächliche Betrachtung das Glauben machen könnte.

Eine neue Biographie über den Kronprinzen Rupprecht von Bayern

Abb. 1: Generalfeldmarschall Rupprecht von Bayern
Ebenso werden auch in den gegenwärtigen Wikipedia-Artikeln zu Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869-1955) über dessen Rolle im Jahr 1923 kaum konkrete Angaben gemacht. Nun hat aber eine 2007 neu erschienene politische Biographie über diesen Kronprinzen (1) die damaligen, insgesamt gar nicht so leicht nachvollziehbaren politischen Verhältnisse und Entwicklungen, die zum 9. November 1923 führten, in vielen Aspekten besser verständlich gemacht, als das selbst einem geschichtlich Interessierten und besser Informierten bislang möglich gewesen ist.

Kronprinz Rupprecht von Bayern galt nämlich im Jahr 1923 als das Oberhaupt jener Kräfte in der damals so genannten "Ordnungszelle Bayern", die die Monarchie der Wittelsbacher wieder einführen wollten, und die Bayern entweder von Preußen abtrennen wollten ("Los von Berlin!") - oftmals nur vorübergehend - oder aber die sogar die Wittelsbacher - nach einem "Marsch auf Berlin" (das von "Erfüllungspolitikern" regiert wurde) - auf den deutschen Kaiserthron setzen wollten.

Damit ein solcher "Marsch auf Berlin" erfolgreich wäre, der sozusagen eine Wiederholung des Kapp-Putsches von 1921 bedeutet hätte, schien die damalige bayerische Staatsregierung unter Gustav von Kahr auch gesonnen gewesen zu sein, die bayerische Reichswehr (unter General Otto von Lossow) und die bayerische Polizei (unter Hans von Seißer) gegen Berlin einzusetzen. Wie sich das auch monarchische Kräfte damals vorstellen konnten, ist dann auf der Proklamation des 9. November 1923 deutlich genug zum Ausdruck gebracht worden (Abb. 2).

Abb. 2: Proklamation vom 9.11.1923
Erst in der Nacht vom 8. auf den 9. November 1923 wandelten sich diese Putschisten in der bayerischen Staatsregierung zu jenen nichtputschenden, vorgeblich ganz passiven Kräften, als die sie heute vor der Geschichte zu stehen scheinen, die sie aber keineswegs bis zu diesem 9. November 1923 gewesen sind.

Die eigentlich treibenden politischen Kräfte im damaligen Bayern waren aber tatsächlich nicht die monarchischen Kräfte, sondern die dort damals sehr starken und umtriebigen völkischen Wehrverbände (vgl. z.B. früherer Beitrag).

Die Wehrverbände in Bayern standen auch in Kontakt mit den völkischen Wehrverbänden in Norddeutschland. Diese Wehrverbände, als deren Oberhaupt in Bayern nun der General Erich Ludendorff galt, mißtrauten den Absichten der damaligen bayerischen Staatsregierung unter Gustav von Kahr und ihren monarchischen Bestrebungen, wie der damalige Wehrverbandsführer Hermann Göring noch 1946 in Nürnberg erklären sollte (siehe unten). Sie wollten sich nicht von dieser Regierung ausnutzen lassen, sondern vielmehr, wenn möglich - im Zuge eines bayerischen Putsches gegen Berlin - selbst das Ruder in die Hand nehmen.

Abb. 3: Rupprecht von Bayern
Bis zum 9. November 1923 gingen aber die bayerisch-monarchischen und die bayerisch-völkischen Kräfte äußerlich eng zusammen, wie beispielsweise noch bei der Grundsteinlegung des Kriegerdenkmals vor dem Armeemuseum in München deutlich wurde, bei der die bayerische Staatsregierung und Kronprinz Rupprecht auch den Vorbeimarsch der völkischen Wehrverbände, unter anderem des Bundes Oberland, abnahmen (s. Abb. 9). Solche Umstände sind heute selbst geschichtlich Interessierten kaum noch bewusst.

Die genannte Biographie über den Kronprinzen Rupprecht ist in entscheidenden Passagen (1, S. 204 -222) eine gute Kommentierung der parallelen Ausführungen in den Lebenserinnerungen Erich Ludendorffs über dieselbe Zeit und dieselben Geschehnisse (2, 3).

"Generalfeldmarschall Rupprecht von Bayern" (1914 bis 1918)

Um sich die Stellung des Kronprinzen Rupprecht in der damaligen politischen Welt deutlich zu machen, ist es sicherlich sinnvoll, die vielen Photographien des  "Generalfeldmarschalls Rupprecht von Bayern" (auf Wiki Commons und anderwärts) auf sich wirken zu lassen. Sie machen dem Nachlebenden bewusst - was den Zeitgenossen von vornherein klar war -, dass sich der Kronprinz Rupprecht von Bayern - abgesehen von seinen Bezügen zum katholischen Klerus - spätestens seit 1914 als Oberbefehlshaber der "Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht" in sehr ähnlichem äußeren militärischen Rahmen und militärischen Bezügen bewegte wie General Ludendorff (vgl. frühere Beiträge a, b). Und dieser militärische Rahmen musste ja damals zwangsläufig sehr stark im Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung stehen. So gibt es Fotografien von der Abnahme einer Parade am 28. August 1915 (b), so 1916, fotografiert zusammen mit dem späteren NS-Regisseur Karl Ritter, so beim Besuch des Königs von Sachsen 1917 (?) und beim Besuch des Kaisers im Dezember 1917 an der Westfront.

Abb. 4: Kronprinz Rupprecht, Ludendorff, Oberst Seisser - "Trauer-Gedenktag, München 1921"
So auch - abgesehen von den Photographien dieses Beitrages - an der Feldherrnhalle in München am 15. Juni 1924, so öffentlich betend bei der 900-Jahr-Feier der Stadt Bamberg im Juli 1924 zusammen mit dem Nuncius Pacelli (dem späteren Papst Pius XII.), so beim Deutschen Fliegergedenktag in Nürnberg im Juli 1924 (b) mit zehntausenden von Besuchern, so im November  1924 (- falsche Angabe, nicht mit Ludendorff!), bei der Enthüllung des Kriegerdenkmales in München am 14. Dezember 1924, so zusammen mit Generalfeldmarschall von Mackensen (o.D.), so bei einer Langemarck-Gedenkfeier in München im Dezember  1931. Und schließlich machen auch noch die Menschenmassen anläßlich seines 84. Geburtstages im Jahr 1953 deutlich, daß auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg der Kronprinz Rupprecht in Bayern keineswegs vergessen war (s.a.: o.D.o.D.).

Abb. 5: Kronprinz Rupprecht, Ludendorff, Oberst Seisser - "Trauer-Gedenktag, München 1921"
Erich Ludendorff schrieb 1919 in seinen "Kriegserinnerungen" über Kronprinz Rupprecht, den er im Herbst 1916 an der Westfront genauer kennen lernte (16, S. 216):
Er war aus Pflichtgefühl Soldat. Seine Neigungen waren keine soldatischen. Er ging an seine hohe militärische Stellung und ihre Aufgaben mit großem Ernste heran und hat, gestützt auf seine vortrefflichen Generalstabschefs - zu Beginn des Krieges der bayerische General Krafft v. Dellmensingen und jetzt General v. Kuhl - den großen Anforderungen entsprochen, die an einen Oberbefehlshaber zu stellen sind. Ebenso wie der deutsche Kronprinz war der bayerische einer Beendigung des Krieges ohne jeden Gewinn zugetan, aber ob die Entente darauf eingehen würde, das wusste auch er nicht. Mein Verhältnis zum Kronprinzen von Bayern ist stets gut gewesen.
In seinen 1940 veröffentlichten Lebenserinnerungen für die Jahre 1919 bis 1925 schrieb Erich Ludendorff über Kronprinz Rupprecht (3, S. 141f):
Er war eine gute, fürstliche Erscheinung. (...) Der Kronprinz selbst war kein Feldherr von Geburt. Ich hatte immer die Empfindung, als ob die Führung der Heeresgruppe ihm eine schwer zu tragende Last sei. Gewiss sah auch ich die Lage ernst an. Es galt nur nicht in Pessimismus zu verfallen, wozu der Kronprinz neigte, sondern mit allen Kräften die Lage zu meistern. So bestanden zwischen dem Kronprinz und mir tiefe Gegensätze. (...) Ich selbst konnte in "Meine Kriegserinnerungen" die militärischen Fähigkeiten des Kronprinzen nur wahrheitsgemäß beurteilen.
Er berichtet dann weiter über eine Aussprache mit den Kronprinzen Rupprecht Anfang Januar 1921 (3, S. 143f):
Die Begrüßung war formell und kühl.
Man sprach noch einmal über verschiedene Operationen während des Ersten Weltkrieges, bei denen, so Ludendorff,
gegensätzliche Auffassungen zum Ausdruck kamen, die natürlich einen Ausgleich irgendwelcher Art nicht ergaben. Politische Verhältnisse wurden im allgemeinen nicht berührt. (...) Aus einer Bemerkung konnte ich entnehmen, dass der Kronprinz es lieber gesehen hätte, ich wäre nicht nach München gezogen.
Für das Jahr 1923 stellt nun der Biograph Dieter Weiß sehr klar die Gruppe um Ludendorff als den eigentlichen - völkischen - politischen Widerpart zu der monarchischen Gruppe um den Kronprinzen Rupprecht dar. Und auch Ludendorff selbst - wie auch Hermann Göring in Nürnberg 1946 - stellten die damalige Situation so dar. Was heißen würde, daß Adolf Hitler damals gar nicht die wichtigste Person in den Geschehnissen gewesen ist.

Der 5. November 1921: Ruft sich Kronprinz Rupprecht von Bayern zum König aus?

Schon über den 5. November 1921 schreibt der Biograph Weiß (9):
Weite Teile der bayerischen Bevölkerung und viele Politiker erstrebten in der Nachkriegszeit die Restauration der Monarchie, für die mit Kronprinz Rupprecht ein höchst qualifizierter und populärer Prätendent zur Verfügung stand. Einen ersten Höhepunkt erfuhren diese Bestrebungen am 5. November 1921 bei der Beisetzung des Königspaares in München. Der Kronprinz entzog sich jedoch der von breiten Kreisen erhofften Ausrufung der Monarchie.
Ludendorff gibt über dasselbe Ereignis in seinen Lebenserinnerungen folgende eindrucksvolle Darstellung (3, S. 174):
Am 18. 10. 1921 entschlief König Ludwig III. in Ungarn. Kronprinz Rupprecht war nun im Sinne des Legitimismus König von Bayern. Seine Bestrebungen gewannen dadurch an Bedeutung. Am 5. 11. 1921, also etwa drei Jahre nach der Vertreibung des Königs aus München durch Eisner und Genossen, fand die Totenfeier des Königs in München statt, wohin die sterblichen Überreste des Königs überführt waren, um dann gemeinsam mit der schon früher verstorbenen Königin in Wildenwarth, einem wittelsbachischen Besitz, endgültig beigesetzt zu werden. Die Feier gestaltete sich zu einer großen monarchischen Kundgebung. Es wurde von vielen erwartet, daß Kronprinz Rupprecht sich an diesem Tage als König von Bayern erklären würde. ich habe diesen Schritt nicht von ihm erwartet, dazu fehlte ihm die Entschlossenheit, auch war die Lage wirklich nicht dazu angetan. Er gehörte mehr zu den Fürsten, die von dem Volke gebeten werden wollten, die Regierung zu übernehmen. Der endlose Trauerzug bewegte sich von der Ludwigskirche durch die Straßen München nach der Frauenkireche. Ich schritt in ihm inmitten der bayerischen Generalität. die Straßen waren dicht von Leidtragenden umsäumt, die dem toten Könige mehr Teilnahme schenkten, als den Lebenden. Nach dem Pontifikalamt in der Frauenkirche verließ der Kronprinz schnell die Kirche. Die Fahnen des alten Heeres, die vor dem Sarge hergetragen wurden, waren nicht in die Kirche gefolgt, sondern in einer Aufstellung auf dem freien Platz vor der Frauenkirche geblieben. Die Begrüßung durch die Fahnen durch den Kronprinzen sollte nun der Augenblick sein, auf den die Monarchisten hofften. Ich war dem Kronprinzen aus der Kirche gefolgt und erwartete nun, was eintreten würde. Der Kronprinz grüßte die Fahnen mit seinem preußischen Marschallstab würdevoll, die Fahnen des alten Heeres senkten sich wie vor dem Landesherren, damit aber war die Szene zu Ende.
Korps Oberland hatte sich umsonst bereit gestellt, um einem etwaigen "Königsputsch" entgegenzutreten. 
Abb. 6: Ludendorff am 5.11.1921 umringt von höheren bayerischen Offizieren 
Auffallend und möglicherweise trotz allen bisher schon genannten Tendenzen auch erklärungsbedürftig erscheint, daß das Korps Oberland sich schon im Jahr 1921 einem "Königsputsch" hatte entgegenstellen wollen. Hatte man also von der Seite der völkischen Wehrverbände schon im Jahr 1921 den separatistischen und klerikalen Bestrebungen des Kronprinzen Rupprecht mißtraut?

Ein wichtiges Kapitel in der neuen Biographie lautet "Politische Konzepte für eine föderalstische Neuordnung Mitteleuropas". Genau gegen solche Konzepte richtete sich damals das politische Wirken Ludendorffs ebenso wie das der völkischen Wehrverbände.
Abb. 7: Beisetzungsfeierlichkeiten für das bayrische Königspaar, 5. 11. 1921
Aus Sicht der betont bayerischen Katholiken um den Kronprinzen Rupprecht mußte in Bayern ein Gegengewicht gegen die politischen Kräfte rund um Ludendorff geschaffen werden. Die Biographie gibt einem ganz gut - und vielleicht zum ersten mal - ein Gespür für die politische Wucht und Kraft, die damals hinter den völkischen Verbänden in Bayern stand, bzw. als wie sie von der Gegenseite aus wahrgenommen worden ist. Andere Veröffentlichungen, selbst in der geistigen Tradition Ludendorffs stehend (4), waren bislang keineswegs in der Lage, von dieser politischen Wucht und Kraft einen Eindruck zu vermitteln.

In der Biographie wird deutlich, daß schon vor dem 9. November 1923 die führende politische Gruppe um Adolf Hitler nicht als der eigentlich gefährliche Widerpart von den betont föderalistisch gesonnenen bayerischen Katholiken angesehen worden ist. Außer eben - und nur insoweit - als Hitler damals mit Ludendorff zusammen ging. Damit würde eine weitere neue Biographie vorliegen, deren im Hintergrund stehende eigentliche Hauptperson nach vielerlei Richtungen hin Erich Ludendorff genannt werden muß. Ähnlich wie in neu erschienenen politischen Biographien zu Paul von Hindenburg und Ludwig Beck (siehe andere Beiträge).

Hitler entschuldigt sich für den Hitler-Putsch

Schon als sich der bayerische Ministerpräsident Heinrich Held kurz vor Weihnachten 1924, als Hitler ihn kurz nach seiner Haftentlassung besuchte, danach erkundigte (5, zit. n. 4, S. 98),
ob die Nationalsozialisten künftig Attacken auf die Kirche und die konservativen Kräfte in Bayern unterlassen würden,
erwiderte Hitler,
diese Institutionen seien nie sein Angriffsziel gewesen; sein "einziger Feind" sei der Marxismus, und er werde jede Regierung unterstützen, die gegen diese "Pest" vorgehe. Er entschuldigte sich für den Novemberputsch, stellte Ludendorff als Hauptverantwortlichen hin und versprach, mit ihm keinen Umgang mehr zu pflegen.
Somit wäre auch aus dem Munde Hitlers selbst bestätigt, daß er seinen ganzen "Putsch" offenbar für erfolgsversprechend angesehen hätte, wenn Ludendorff nicht beteiligt gewesen wäre. Hätte es also ohne Ludendorff schon 1923 ein "1933" gegeben, nur 1923 nicht mit Hilfe eines von Hindenburg, eines päpstlichen Geheimkämmerers von Papen und der Reichstagspartei des Zentrums, sondern mit Hilfe eines Kronprinzen Rupprecht und der Bayerischen Volkspartei? Das englische Wikipedia sagt über Kronprinz Rupprecht:
He was never enticed to join the far right in Germany, despite Hitler's attempts to win him over through Ernst Röhm and promises of royal restoration. Hitler confided in private to a personal dislike of the Crown Prince. The Crown Prince in turn confessed to King George V at a lunch in London in the summer of 1934 that he considered Hitler to be insane.
Das ist der Tonfall, in dem Hindenburg und Hitler auch lange Zeit übereinander gesprochen hatten - also offenbar die besten Voraussetzungen, um auch von Seiten des Kronprinzen Rupprecht ein "1933" zu ermöglichen, wenn es diesbezüglich auf ihn angekommen wäre - ?

Abb. 8: Hindenburg bei der Ansprache an die Reichswehr vor der Akademie der Künste, hinter ihm Ludendorff, 21.8.1922, 11 Uhr
Jedenfalls darf man schlußfolgern, daß Hitler Ludendorff schon 1923 nur gefolgt war, weil er selbst noch nicht bekannt genug gewesen ist und sich selbst dadurch populär machen konnte. Weil er vielleicht auch noch nicht klar genug überzeugt war von den starken papstkritischen Tendenzen in der Politik Ludendorffs, und weil Hitler von der Basis der von ihm geführten Partei und der völkischen Verbände zu dieser Zusammenarbeit auch gedrängt worden sein mag und ihm möglicherweise kaum eine andere Wahl geblieben war. Das damalige Denken, das Hitler geleitet haben mag, mag auch die hinter den völkischen Kräften stehenden Geheimorden geleitet haben wie die altpreußischen Freimaurerlogen (unter Habicht und Müllendorf), wie den Germanenorden (unter Claß und Fritsch), wie die Thule-Gesellschaft (unter Müller von Hausen und Sebottendorf) und wie die Geheimorganisation "Bund Oberland" (über all das an anderer Stelle mehr). Möglicherweise haben all diese Kräfte die Machtübernahme der völkischen Wehrverbände schon 1923 ebenso gefördert wie 1933 - und haben 1923 ebenso wie 1933 - immer auch Alternativen zur Hand gehabt. (1933 gab es überraschend viele Alternativen zu Hitler, etwa Otto Strasser, vielleicht auch Ernst Röhm und viele ähnliche Gruppierungen, die wie die "Schwarze Front" freimaurerähnlich strukturiert waren und von freimaurerähnlichen und auch klerikal gesteuerten Geheimorden und Geheimdiensten guttiert und kontrolliert wurden.)

Ist es also richtig, den 9. November 1923 in vielerlei Hinsicht nur als eine erfolglose "Generalprobe" für die dann erfolgte erfolgreiche Machtübernahme der Nationalsozialisten zehn Jahre später zu betrachten? Auch schon für die Zeit vor dem 9. November 1923 gibt es Hinweise darauf, daß die Finanzierung der Hitler-Bewegung und der Wehrverbände aus vielen dubiosen, oftmals auch ausländischen Quellen erfolgte. Etwa Kontakte nach Frankreich scheint es auch unter den völkischen Verbänden gegeben zu haben (etwa Ernst Röhm).

Jedenfalls sollte es nicht das letzte mal bleiben, daß Hitler Ludendorff für seine Zwecke gebrauchen wollte. Auch schon direkt nach dem Abschluß des Reichskonkordats im Juli 1933 und dem damit zumindest zeitlich eng verbundenen Verbot von Ludendorffs Tannenbergbund und seiner Wochenzeitung suchte Hitler zur gleichen Zeit über den Stiefsohn Erich Ludendorffs nach Wegen der "Versöhnung" persönlichen "Versöhnung" Ludendorff mit ihm, Hitler, und mit Hindenburg (mehr dazu andernorts). Nach dem Tod Hindenburgs im Jahr 1934 verstärkte Hitler seine Bemühungen um Ludendorff (siehe mehr dazu in der genannten Beck-Biographie und in anderen Beiträge).

Das Scheitern des Putsches von 1923 konnte Hitler dann jedenfalls auch gut zum Anlaß nehmen, im Geheimen die dafür Schuld Ludendorff zuzuschieben, und sich selbst mit jenen Kräften "wieder" gutzustellen, gegen die nach dem Verständnis Ludendorffs dieser Putsch vor allem gerichtet gewesen war.

Der Vorwurf des Separatismus gegen den Kronprinzen Rupprecht 

In der neuen Biographie wird Rupprecht vor den Vorwürfen Ludendorffs aus dem Jahr 1923 in Schutz genommen, die Ludendorff dann auch noch in seinen Lebenserinnerungen aufrecht erhält (1, S. 205):
Seperatistische Überlegungen im Sinne einer Lösung Bayerns vom Deutschen Reich lagen ihm dabei fern.
Immerhin hat der Biograph Weiß von vielen Menschen im Umfeld des Kronprinzen zu berichten, die mit verschiedenen politischen Modellen diesbezüglich an den Kronprinzen Rupprecht herangetreten sind. Es kann also nicht gesagt werden, daß Kronprinz Rupprecht solche Modelle von vornherein zurückgewiesen hätte. Er hat sich über diese politischen, seperatistischen Modelle mit sehr vielen Menschen über längere Zeiträume hinweg unterhalten und auseinandergesetzt. Sonst hätte Weiß darüber in seiner Biographie nicht so viel zu berichten. Obwohl Rupprecht in der Öffentlichkeit alle separatistischen Absichten immer wieder entschieden abstritt, so schreibt Weiß (1, S. 205f),
wurde - etwa vom Bund Oberland und Ludendorff - immer wieder der Vorwurf des Seperatismus und der Zusammenarbeit mit Frankreich gegen bayerisch-monarchistische Kreise erhoben. (...) Nahrung für solche Separatismusgerüchte bot das von einigen französischen Offizieren und Politikern unterstützte Bemühen von Autonomiebewegungen in den preußischen Westprovinzen und der bayerischen Pfalz, die besetzten Rheinlande von Preußen zu trennen, eine Rheinische Republik einzurichten und diese näher an Frankreich zu binden. Solche Vorstellungen wurden Frankreich nun auch im Hinblick auf Bayern unterstellt.
Weiß spricht dann von "nur einzelnen Gruppen", die solche Bestrebungen "zeitweise" auch im persönlichen Umfeld des Kronprinzen Rupprecht vertreten hätten. Er versucht also, ihre Bedeutung als möglichst herunterzuspielen. Allerdings scheint bei solchen Einschätzungen doch wohl noch mancher Spielraum offen zu bleiben. Ohne auf die vielen hier zu behandelnden Details einzugehen, sei hier nur darauf hingewiesen, daß Weiß eben doch über viele Bestrebungen zu berichten hat, etwa auch (1, S. 207):
Der Ludendorff-Kreis hatte für die Veröffentlichung von Material gesorgt, um dem Bund "Bayern und Reich" unter Pittinger Separatismus und seine ungarischen Beziehungen vorzuwerfen.
Der Sanitätsrat Otto Pittinger (1878 - 1926) (6) galt als einer der Führer der moderat-rechten Kräfte in Bayern und sollte sich am 9. November 1923 schließlich auch auf die Seite der Regierung von Kahr stellen. Wer die Politik des nationalistischen Frankreich jener Jahre kennt, wird eigentlich kaum Zweifel haben können, daß es schon damals - wie 1939 und 1945 wieder - Pläne zur Teilung Deutschlands gegeben hat, die sich dann nicht nur auf das Rheinland, sondern auch auf Bayern bezogen haben mußten. Das liegt eigentlich in der Logik der damals vertretenen politischen Bestrebungen. Ebenso liegt es in der Logik dieser politischen Bestrebungen, daß diese verdeckt verfolgt werden mußten, wenn man nicht noch mehr "völkische" Empörung gegen diese in Deutschland aufrühren wollte.

(Zu den damaligen bayerischen, separatischen Bestrebungen siehe auch [14, 15]. - Es dürfte übrigens nicht ganz ohne Interesse sein, darauf hinzuweisen, daß bedeutende deutsche Nachkriegspolitiker aus dem Umfeld dieser damaligen separatistischen Bestrebungen hervorgegangen sind. So der frühere Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer oder auch Franz Josef Strauß, der aus einer betont bayerisch-partikularistisch-klerikal gesonnenen Familie stammte.)

Die bayerische Staatsregierung steht gegen die deutsche Reichsregierung

Über "Das Krisenjahr 1923 und seine Vorgeschichte" schreibt Weiß dann (1, S. 211):
München entwickelte sich vor allem nach dem Zusammenbruch des Kapp-Putsches zu einem Sammelpunkt meist aus Preußen stammender deutschnationaler Offiziere. Die Führungsrolle übernahm General Erich Ludendorff, der im Sommer 1920 nach München gezogen war. (...)
Die von den Siegermächten geforderte und von der Reichsregierung erzwungene Auflösung der Einwohnerwehren im Juni 1921 hatte eine schwere Krise im Verhältnis zwischen der Reichsregierung und Bayern ausgelöst.
Über diese Thematik hatte sich auch immer wieder Ludwig Thoma in seinen anoymen Aufsätzen im "Miesbacher Anzeiger" geäußert (siehe dazu eine Rezension auf Amazon). Weiß weiter (1, S. 211 - 213):
Gegenüber den unterschiedlichen nationalen Wehrverbänden verlor die bayerische Staatsregierung zunehmend an Macht. (...) Im Lager der Wehrverbände entstanden 1922 Spannungen zwischen der deutschnationalen Position um Ludendorff-Bauer und der bayerisch-föderalistischen um Pittinger. (...)
Im Lager der national-völkischen Kreise setzte sich durch seine maßlose Demagogie Adolf Hitler, der selbst ernannte "Führer" der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, sehr rasch durch. Nach der Beobachtung Rupprechts hatte die neue Partei starken Zulauf aus Arbeiterkreisen, aus Mitkämpfern des Weltkrieges und von alldeutschen Hitzköpfen, von Antiklerikalen und von Rowdies, die Freude am Krawallmachen hatten.
Aus diesen Worten spürt man deutlich die großen Besorgnisse im Umkreis von Kronprinz Rupprecht heraus. Mit "Bauer" ist Max Bauer gemeint, ein umtriebiger vormaligen Generalstabsoffizier unter Ludendorff, der auch nach dem Krieg noch eng mit Ludendorff auf politischem Gebiet zusammengearbeitet hat. Weiß weiter (1, S. 214):
Zulauf und große öffentliche Aufmerksamkeit erhielten die nationalistischen Kreise durch die Besetzung des Ruhrgebietes im Januar 1923, in das französische und belgische Truppen einmarschierten, um Reparationsforderungen durchzusetzen. 
Ludendorffs Wendung vom "Konservativen" zum "Völkischen"

Erich Ludendorff veröffentlichte im Verlauf des Jahres 1923 manche Erklärungen in der Zeitschrift "Heimatland" der vormaligen bayerischen Einwohnerwehren, nun fortgeführt im konservativen Bund "Bayern und Reich" unter Otto Pittinger (Hist. Lex. Bayerns). So am 22. September, 3. und 10. November 1923 (13, S. 1066f). In ihnen zeichnet sich die Entwicklung Ludendorffs vom traditionellen "Konservativen" zum "Völkischen ab. So schreibt er am 22. September 1923, daß er in der "Frankfurter Zeitung" durchaus richtig als "protestantisch-hohenzollerisch-großdeutsch" charakterisiert worden wäre, schreibt dann jedoch weiter (13, S. 1066f):
Wenn diese Bezeichnung (...) aber als Ausdruck meiner "politischen" Richtung gebraucht werden sollte, so ist das irreführend und falsch. Wer meine Reden ... gehört oder gelesen hat, der muß davon überzeugt sein, daß ich an erster Stelle "deutschvölkisch" bin.
Und am 3. November 1923 (13, S. 1066f):
Das Wort "völkisch" ist verstandesmäßig nicht zu erfassen, das Herz muß es begreifen, nicht jeder aber hat ein Herz. Die völkische Bewegung erfüllt den einzelnen mit heißer Liebe zu Land und Volk, durchdringt ihn mit dem höchsten Verantwortungsgefühl. Jeder ist verantwortlich für das Ganze, jeder blickt zuerst auf sich und sein Tun, dann erst auf andere. Das Leben für Volk und Vaterland in kühnen Gedankenflügen und in der täglichen Kleinarbeit ist für jeden Völkischen höchstes Gebot. ... Die völkische Bewegung läßt den deutschen Menschen neu erstehen: fest in dem christlichen Glauben an Gott, aber ihm vertrauend, nicht fürchtend, und den Glauben bekennend nicht in Worten, sondern Taten; wahrhaftig, wehrhaftig und arbeitsam, aufrecht, stark und sittenfest.
Und am 3. November 1923 (13, S. 1066f):
Eigene und fremde Schuld haben uns in die Not geführt. Unser öffentliches Wirtschaftsleben ist bar jeder sittlichen Grundsätze geworden. Hier sitzt der Krebsschaden am Leben des Volkes. Die staatliche Macht versagt, gebunden in falschen Anschauungen und Rücksichten, statt sich über alle Hemmungen hinweg rücksichtslos einzusetzen für das wahre Wohl des Volkes.
Der 4. November 1923 in München - Grundsteinlegung zum Kriegerdenkmal

In seinen Lebenserinnerungen berichtet Ludendorff dann unter anderem über den 4. November 1923 (3, S. 254):
Am Sonntag, den 4. 11. war die Grundsteinlegung zum Kriegerdenkmal des Unbekannten Soldaten vor dem Armeemuseum. An ihr sollten die bayerische Regierung, der Generalstaatskommissar, Kronprinz Rupprecht und die sonstigen Spitzen der Militär- und Zivilbehörden teilnehmen. Zahlreiche Verbände, auch die völkischen Kampfverbände, waren aufgeboten, um an der Feier teilzunehmen. Nach ihrer Beendigung sollte ein Vorbeimarsch der Verbände vor Kronprinz Rupprecht stattfinden. Verschiedene Deutsche erwarteten hier irgendeine Entscheidung oder wollten sie herbeiführen. Auch ich wollte an der Feier zugegen sein.
Der ihm sonst von der bayerischen Polizei immer zur Verfügung gestellte Kraftwagen kam aber an diesen Tag "sonderbarerweise" nicht, ohne daß Ludendorff noch rechtzeitig sich einen anderen Kraftwagen organiseren konnte. Ludendorff weiter:
Auch die Absichten, die am 4. 11. verwirklicht werden sollten, sind für mich im Dunkeln geblieben. Daß etwas in der Luft lag, bezweifle ich nicht. Kronprinz Rupprecht jedenfalls hatten den Tag nicht genutzt, um sich an die Spitze der von Bayern gegen Berlin gerichteten Bewegung zu stellen.
Abb. 9: Parade des Bundes Oberland vor der bayrischen Regierung und vor Kronprinz Rupprecht anläßlich der Grundsteinlegung des Münchner Kriegerdenkmals, 4.11.1923
Göring: "Plötzlich sahen wir, daß nicht mehr Herr von Kahr, sondern Kronprinz Rupprecht in den Vordergrund trat"

So ähnlich charakterisierte auch Hermann Göring am 13. März 1946 vor dem Nürnberger Gerichsthof die damalige Lage (10, S. 64) (auf Tonaufnahme ab 14'00):
"(...) Und so bin ich mit Adolf Hitler zusammengekommen. Das war Ende Oktober, Anfang November 1922."
Und später:
"(...) Am Sonntag vor dem 9. November (1923) fand ein großer Aufmarsch in München statt. Die ganze Bayerische Regierung war da: Reichswehr; Polizei; vaterländische Verbände und auch wir marschierten vorbei. Und plötzlich sahen wir bei dieser Gelegenheit, daß die Figur, die in den Vordergrund trat, nicht mehr Herr von Kahr war, sondern der bayerische Kronprinz Rupprecht. Das machte uns außerordentlich stutzig. Der Verdacht entstand bei uns, daß hier Bayern eigene Wege gehen wollte, wodurch es womöglich zu einer außerordentlich starken Lockerung Bayerns aus dem Reichsgefüge kommen könnte. Uns lag aber alles andere ferner als das zuzulassen. Wir wollten das starke Reich, das einheitliche Reich, wir wollten es allerdings gesäubert wissen von den Parteien und Stellen, die es jetzt regierten. Wir waren mißtrauisch geworden über den sogenannten Marsch nach Berlin. Als das zur Gewißheit wurde und Herr von Kahr die bekannte Versammlung im Bürgerbräu einberufen hatte, war es die letzte Stunde, um solche Pläne zu vereiteln, und dem ganzen Unternehmen eine Richtung für den großdeutschen Sinn zu geben. Und so kam es ganz kurzfristig zu den Ereignissen des 9. November 1923. (...) Ich wurde dann an der Feldherrnhalle schwer verwundet." 
Teile dieser Aussage sind derzeit im Netz offenbar nur auf Englisch zugänglich:
"Then suddenly the Bavarian Government was completely transformed when a governor general -- I believe he was called that -- or something of the sort, was appointed for Bavaria. It was von Kahr, to whom the Bavarian Government was subordinate and to whom the Bavarian Government delegated all authority. Shortly after that the Reichswehr conflict developed. The 7th Reichswehr Division, which was stationed in Bavaria, was released from its oath to the Reich, which it had sworn to the Reich Constitution -- I do not know its name any longer -- that is to von Kahr. This led to the conflict of the Generals von Seeckt and Lossow. The same thing happened with the Bavarian police. The Bavarian Government at the same time curried favor with the so-called national associations which were in part organized along military or semi-military lines and also possessed weapons. The whole thing was directed against Berlin and, as we expressed it, against the "November Republic." We could agree up to that point. 
On the Sunday, before the 9th of November, there was a large parade in Munich. The whole Bavarian Government was there. The Reichswehr, the police and the fatherland associations, and we too, marched past. Suddenly, on that occasion, we saw that the figure in the foreground was no longer Herr von Kahr but the Bavarian Crown Prince Rupprecht. We were very much taken aback by that. 
The suspicion arose among us that Bavaria wished to follow a course which would possibly lead to a considerable disintegration, and Bavaria might secede from the body of the Reich. But nothing was farther from our intentions than to permit that. We wanted a strong Reich, a unified Reich; and we wanted to have it cleansed of certain parties and authorities which were now ruling it. 
We had become distrustful of the so-called "March on Berlin." When this became a certainty and Herr von Kahr had called the well-known meeting in the Burgerbraukeller, it was high time to frustrate such plans and to guide the whole undertaking in the direction of the "Greater Germany" idea. Thus the events of 9 November 1923 materialized in very short time. 
In einem anderen zeitgenössischen Bericht vom 4. November 1923 hinwiederum werden diese Dinge so gut wie gar nicht erwähnt. Hier heißt es nur (zit. n. 8):
In den Straßen umflorte Fahnen, Züge aus allen Teilen der Stadt mit schwenkenden Fahnen wallten zum Hofgarten. Auf den Stufen des Armeemuseums, zu beiden Seiten eines schwarz ausgeschlagenen Altars mit Kreuz standen die Fahnenabordnungen der studentischen Korporationen. Vor den Stufen saßen Kronprinz Rupprecht mit den Prinzen und Prinzessinnen des Hauses Wittelsbach, Ministerpräsident Dr. v. Knilling mit Ministern, Generalstaatskommissar Dr. v. Kahr, Landtagspräsident Königbauer mit Abgeordneten, Reichswehrkommandeur Gen. v. Lossow, die Bürgermeister und Rektoren, Vertreter der Kunst, Wissenschaft und des öffentlichen Lebens. Vier Reichswehrmusikkorps spielten, die Vereinigte Sängerschaft des Bayerischen Kriegerbundes sang. Generalvikar Buchberger und Stadtpfarrer Daumiller beteten gemeinsam, bei der Messe vollzog sich die Wandlung unter militärischen Ehren.

Die Feier am Grundstein leitete Generalleutnant a.D. v. Reuter ein, der Präsident des Bayerischen Kriegerbundes. (...) Er rief aus: Teure Tote, empfangt heute den Dank der Tausenden, die versammelt sind, für eure Treue den Dank der Heimat, daß während des Krieges kein Feind den Fuß auf deutschen Boden setzte, den Dank der Frauen und Kinder, daß sie in eurem Schutz ruhig schlafen durften! Drei Salven krachten, die Ehrenkompanie der Reichswehr präsentierte, es schlug 12 Uhr und alle Glocken Münchens läuteten.

Zum Lied vom guten Kameraden trat Kronprinz Rupprecht mit dem Präsidium des Bayerischen Kriegerbundes an den lorbeergeschmückten Grundstein, den Meister Franz mit seinen Gesellen legte, und vollzog die ersten drei Schläge mit dem goldenen Hammer. Die nächsten Schläge führten Bürgermeister Hofrat Dr. Küfner und der stv. Bezirksobmann, Kamerad Füßl aus, der sagte: ›Ein Denkmal der Dankbarkeit, Liebe und Verehrung, der Dank eines Volkes an seine Helden‹.

Zum Abschluss fand ein Vorbeimarsch vor dem Kronprinzen am Marstallplatz statt, voran die Reichswehr mit den ehrwürdigen Fahnen der Regimenter, in deren Reihen die Gefallenen ihr Leben ließen, dahinter die farbenprächtigen Studenten-Korporationen und dann die Bundesstandarte des Bayerischen Kriegerbundes mit den Veteranenvereinen und sonstigen militärischen und vaterländischen Vereinigungen, dabei mancher Schwerverwundete.
Von der Grundsteinlegung scheint es außer Abb. 9 keine Photographien zu geben, wohl aber von der Enthüllung des Kriegerdenkmals ein Jahr später (Abb. 10).

Abb. 10: Kronprinz Rupprecht und Prinz Alfons bei der Enthüllung des Kriegerdenkmals in München, 14.12.1924 (a)
Vier Tage später, am 8. November, löste Hitler in der Bürgerbräuversammlung der Herren Kahr, Lossow und Seisser den Putsch aus. Der Ablauf der Putschereignisse selbst ist ja wesentlich bekannter, als die hier gegebenen recht vielschichtige Vorgeschichte zu ihm. Er soll deshalb hier nicht mehr behandelt werden. Auf die Nachwirkungen dieses Ereignis in den Jahren 1924/25 soll in einem künftigen Beitrag noch einmal eingegangen werden.

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  1. Weiß, Dieter J.: Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869 - 1955). Eine politische Biographie. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2007
  2. Ludendorff, Erich: Auf dem Weg zur Feldherrnhalle. Lebenserinnerungen an die Zeit des 9. 11. 1923 mit Dokumenten in 5 Anlagen. Ludendorffs Verlag GmbH., München 1937
  3. Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Gotterkenntnis. Meine Lebenserinnerungen von 1919 bis 1925. Ludendorffs Verlag, München 1941
  4. Duda, Gunther: Erich Ludendorff und der 9. November 1923. Verlag Hohe Warte GmbH, Pähl 2004
  5. Large, David Clay: Hitlers München. 1998
  6. Jörgl, Fritz: Sanitätsrat Otto Pittinger. Vor 75 Jahren verstarb der in Wörth geborene Sanitätsrat Dr. Otto Pittinger. Veröffentlicht 2001.  
  7. Christoph Hübner: Die Entstehung des Bundes Oberland aus dem Freikorps Oberland 1921. In: Historisches Lexikon Bayerns
  8. Siegel, Horst: Gefallenenehrenmal München. Ein Monument für die Bayerische Armee. Auf der Internetseite des Bayerischer Soldatenbundes.
  9. Weiß, Dieter J.: Biografie Kronprinz Rupprecht von Bayern. Auf: Bayernbund-Muenchen.de
  10. Koop, Volker: In Hitlers Hand. Sonder- und Ehrenhäftlinge der SS. Böhlau Verlag, Köln u.a. 2010
  11. Nebelin, Manfred: Erich Ludendorff - ein völkischer Prophet. In: Revue d'Allemagne et des Pays de langue Allemande. Themenheft "Religion, 'religiosités' et politique dans les extrêmes droites allemandes de 1870 à 1933".  April/Juni 2000, S. 245 - 256
  12. Grimm, Friedrich: Vom Ruhrkrieg zur Rheinlandräumung. Hanseatische Verlagsgesellschaft. Hamburg u.a. 1930, S. 38 - 49; erneut abgedruckt auch in: Deutschland in Geschichte und Gegenwart, 66. Jg., Nr. 4, Dezember 2012, S. 12 - 16 (s.a. Google Bücher)
  13. Wächter, Dieter (d.i. Gunther Duda): Ludendorffiana 1917 - 1937. Im Gedenken an den 20.12.1937. In: Mensch & Maß, Folge 23 und 24, 9. und 23.12.1987, S. 1063 - 1070 und 1111 - 1120
  14. Rosen, Edgar R.: Mussonlini und Deutschland 1922 - 1923. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 1957, S. 17 - 41 (freies pdf)
  15. Werner, Walter: Rom und der Bayerische Separatismus. Ein Geschichtsdokument beweist Ludendorff. In: Mensch & Maß, Folge 7, 9.4.1975, S. 296 - 299 [wertet den vorgenannten Aufsatz von Edgar R. Rosen aus]
  16. Ludendorff, Erich: Meine Kriegserinnerungen. Mittler & Sohn, Berlin 1919
  17. Paul Verhoeven (Regie): Der Hitler-Ludendorff-Prozeß. Ein Dokumentarspiel. Szenen aus einem Hochverratsprozeß in einer Republik ohne Republikaner. Ausgewählt und interpretiert von Maria Matray und Answald Krüger. Hergestellt im Fernsehstudio München. Eine Produktion des ZDF. 5. November 1971, 1h 35min, http://www.imdb.com/title/tt0379809/?ref_=nm_flmg_dr_2, https://www.youtube.com/watch?v=utTGrATW6y8

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