Samstag, 1. September 2012

Vorarbeiten für ein "Who is who" der Geschichte der Ludendorff-Bewegung

Selbst über engere Mitarbeiter und bedeutendere Anhänger Erich und Mathilde Ludendorffs biographische Angaben oder auch nur Fotografien zu finden, ist keineswegs leicht. Einen ersten Zugang dazu bieten die Nachrufe, vereinzelt auch Geburtstagsartikel und persönlichen Erinnerungen, die in der Zeitschrift der Ludendorff-Bewegung "Der Quell" von einzelnen Persönlichkeiten und über solche veröffentlicht worden sind (1 - 50). Erstaunlich vielfältige Details finden sich auch in den zwischenzeitlich vielfältig veröffentlichten Gestapoberichten während des Dritten Reiches (62 - 65), die noch einmal systematischer auszuwerten wären (da die Google-Bücher-Ausschnitte bislang nur sehr willkürliche Recherchen ermöglichen).

Aber auch eine neuere geschichtliche Darstellung bringt einige interessante, wenig bekannte zeitgeschichtliche Fotografien (55).

Mai 1928 in Berlin - Georg Ahlemann, Gottfried Feder, Albrecht von Graefe

Abb. 1: Tannenbergbund, Landwehroffizierskasino Berlin, 13. Mai 1928 (aus: 56, S. 49)
Abbildung 1 bringt das Foto einer Landesverbandstagung des Tannenbergbundes im Mai 1928 im heute noch - direkt neben dem Bahnhof Zoo - existierenden Landwehroffizierskasino in Berlin. In der Mitte am Tisch sitzt Erich Ludendorff. Für den Betrachter rechts von ihm sitzt Georg Ahlemann, der später im Auftrag von Adolf Hitler eine der übelsten Kampagnen gegen Erich und Mathilde Ludendorff führen sollte (56). Die übernächste Person rechts von Erich Ludendorff ist Gottfried Feder, der Autor der bekannten Schrift "Brechung der Zinsknechtschaft". Feder hatte schon in den frühen 1920er Jahren große Hochachtung vor Mathilde von Kemnitz, schrieb über sie Aufsätze und hat sie auch mit Erich Ludendorff persönlich bekannt gemacht im Herbst 1923. Die zweite Person links von Erich Ludendorff ist der Führer der norddeutschen "Deutschvölkischen Freiheitspartei" Albrecht von Graefe (1868-1933). Die meisten der Mitglieder des Tannenbergbundes waren um diese Zeit ehemalige Weltkriegs-Offiziere.

Abb. 1b: Ausschnitt aus Abb. 1a
Von dem gleichen Anlass ist auch noch ein Foto aus etwas anderem Blickwinkel überliefert (Abb. 1a, Ebayangebot November 2014).

Abb. 1a: Tannenbergbund, Landwehroffizierskasino Berlin, 13. Mai 1928 (Herkunft: Ebay, Dez. 2014)
Hans Georg von Waldow - Mai 1930 in Schleswig-Holstein

Abb. 2: Tannenbergbund-Tagung auf dem Aschberg in Schleswig-Holstein, 31.5./1.6.1930 (aus: 56, S. 45)
Auf Abbildung 2 ist zu sehen ganz links der Führer des Landesverbandes Nord des Tannenbergbundes, Major Hans Georg von Waldow (1878-1938) (?). Rechts neben ihm Mathilde und Erich Ludendorff. An der Tagung in aufgebauten Zelten nahmen mehr als tausend Menschen teil (58, S. 45). Der aus diesem Anlaß gesetzte Gedenkstein (Abbildung 3) sorgte noch im Jahr 2012 für Wirbel in der Gemeinde Ascheffel (SHZ, 14.1.2012), gelegen auf halbem Weg zwischen Kiel und Schleswig. (Hierzu ist inzwischen ein eigener Beitrag hier auf dem Blog erschienen.)

Hans Georg von Waldow wurde noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten zusammen mit einem zweiten Mitkämpfer durch einen SA-Schlägertrupp überfallen und zusammen geschlagen. Die Täter sind vor Gericht verurteilt worden. Erich und Mathilde Ludendorff vermuteten bei Hans Georg von Waldow Einflüsse von Hintergrundmächten und versuchten, ihn davon zu befreien. (All das wäre anhand der Lebenserinnerungen beider noch einmal genauer herauszuarbeiten.) Außerdem ist über die Zeit nach dem Verbot des Tannenbergbundes im Herbst 1933 zu erfahren (Detlef Schmiechen-Ackermann, 1999, S. 69f):

In der Folgezeit stellte die Staatspolizei einen erheblichen Rückgang des Tannenbergbundes fest. Die Tatsache, daß sein Führer von Waldow im Herbst 1934 in die SS eintrat, scheint weitere Verunsicherung in die Kreise der Ludendorff-Anhänger getragen zu haben. Erst seit dem Frühjahr 1935 ist wieder eine Stabilisierung zu beobachten. Die Anhänger der Deutschen Gotterkenntnis sammelten sich nun um die Vertreter des Ludendorff-Verlages, die weitgehend identisch waren mit den früheren Funktionsträgern des Tannenbergbundes. In zahlreichen Vortragsveranstaltungen propagierten die zugelassenen Redner das Gedankengut der Bewegung und ihres Verlages. In diesem Sinne wirkten Ende 1934 reichsweit 18 Propagandisten, darunter als Generalvertreter des Verlages der Hannoveraner Rudolf Schmidt. Die Tätigkeit der Reisevertreter wurde von der Staatspolizeistelle in Harburg-Wilhelmsburg wohl ... daß reichsweit Vorträge und Veranstaltungen der Redner des Ludendorff-Verlages und ehemaliger Mitglieder des Tannenbergbundes zu verbieten seien, da die Verlagsvertreter sich durch gezielte Buchbesprechungen, Filmvorführungen, wissenschaftliche Vorträge, Sonnenwendfeiern und ähnliche Veranstaltungen bemüht hätten, das gegen den Bund ausgesprochene Verbot unwirksam zu machen. Ausdrücklich wurde Schmidt das öffentliche Auftreten als Vortragsredner untersagt, ...
Neben Hans Georg von Waldow und Rudolf Schmidt werden in Gestapo-Berichten auch andere Ludendorff-Anhänger erwähnt, etwa Herbert Frank oder Bronsart von Schellendorff, deren Briefwechsel "mitgelesen" wurde ("Gestapo Hannover meldet", 1986, S. 170):
... in Erscheinung der Generalvertreter des Ludendorff-Verlages, Dipl.-Ing. Herbert Frank in Nette, Kr. Marienburg, der einen umfangreichen Briefverkehr unterhält. Durch eine geheime Briefüberwachung konnte festgestellt werden, daß die Anhänger der Ludendorff-Idee ihre alten politischen Bestrebungen weiter verfolgen. In einem in Abschrift hier vorliegenden Briefe des bekannten Generals a. D. von Bronsart, Brunshaupten, Mecklenburg, an Herbert Frank in Nette, schreibt Bronsart wörtlich ... 
("Gestapo Hannover meldet", 1986, S. 206):
In der Stadt Hannover ist die Bewegung seit geraumer Zeit nicht in Erscheinung getreten, was darauf zurückzuführen sein dürfte, daß die bekannten früheren Führer, Major a. D. von Waldow und Oberst a. D. Goetze, von Ludendorff "kaltgestellt" sein sollen. Von dem Generalvertreter Frank-Nette sind Postkarten versandt worden, in denen er ...

Oberst a.D. Goetze und Major a. D. von Waldow fühlen sich durch diese Vertrauensentziehung seitens ihres Führers Ludendorff sehr gekränkt, weil sie davon überzeugt sind, daß sie Ludendorff zu jeder Zeit und in jeder Weise Gefolgschaft  ...
Hans Georg von Waldow starb offenbar schon am 22. August 1938 in Meyenfeld, 14 Kilometer nordwestlich von Hannover mit 60 Jahren - bei einem Autounfall. (Mit Autounfällen arbeiten ja bekanntlich auch Geheimdienste recht gern, kommt einem dabei natürlich in den Sinn.)

Ludwig Peithmann, Hans Georg von Waldow - Juni 1930 in Seelenfeld

Abb. 4: Tannenbergbund-Tagung in Seelenfeld, 2.6.1930 (aus: 56, S. 46)
Abbildung 4 zeigt das Foto einer Tannenbergbund-Tagung nur einen Tag später in dem Dorf Seelenfeld, 50 Kilometer westlich von Hannover, 20 Kilometer nördlich von Minden. Links abgebildet ist der Lehrer Ludwig Peithmann (1887-1960), einer der Organisatoren dieser Tagung. Rechts von Erich Ludendorff geht wieder Major a. D. Hans Georg von Waldow. In der "Geschichte der Ludendorff-Bewegung" (von Hans Kopp, Bd. 1, S. 99) heißt es:
In Seelenfeld gründeten damals der Bauer Büsching und der Lehrer Peithmann die erste Ahnenstätte für Deutschgottgläubige. (...) "Mit einer Bauernmassenversammlung in Seelenfeld", berichtet Mathilde Ludendorff, "schloß diese Reise ab."
An der Tagung in Seelenfeld nahmen 2.000 Menschen teil (56, S. 46). Über diesen Ludwig Peithmann heißt es in einem Gestapo-Bericht aus Sachsen in den 1930er Jahren (Lageberichte, 2005, S. 432):
Der Ludendorff-Verlag hielt am 25. 5. einen Vortrag ab, in dem Ludwig Peithmann, Enger/Westfalen, über "Ludendorffs Ringen um deutsche Gotterkenntnis" sprach.
Und die Gestapo Osnabrück meldete (Gerd Steinwascher, 1995, S. 138):
Der Ludendorff-Verlag veranstaltete am 6. Februar 1935 in Osnabrück einen von 300 Personen besuchten Vortragsabend, an welchem Frau Ilse Wentzel, Blankenburg-Harz, über das Thema sprach: "Das geistige Ringen zwischen Christentum und deutscher Gotterkenntnis". Der Vortrag fand unter den Zuhörern günstige Aufnahme und verlief ohne Störung. Ein weiterer Vortrag fand in Bad Essen statt. Hier sprach der Mitarbeiter der Halbmonatsschrift "Am heiligen Quell deutscher Kraft" Lehrer i. R. Ludwig Peithmann aus Enger i. W. über das Thema "Der Kampf des Orients gegen das Deutschtum".
Auch im August desselben Jahres war Ludwig Peithmann in Osnabrück, wie die Gestapo wußte (Gerd Steinwascher, 1995, S. 239):
Die Bestrebungen des Ludendorff-Verlages zur Verbreitung der deutschen Gotterkenntnis wurden fortgesetzt. Im Berichtsmonat wurden 2 öffentliche Versammlungen in Osnabrück abgehalten. Es sprach am 2. 8. 35 der Vertreter des Ludendorff-Verlages Ludwig Peithmann aus Enger i. W. über das Thema "Rom im Kampf gegen die Volkseinheit" und am 30. 8. Rudolf Schmidt aus Hannover über "Römische reichszerstörende Politik".
Über diesen Rudolf Schmidt hieß es schon zuvor (G. Steinwascher, 1995, S. 144):
Der Ludendorff-Verlag veranstaltete am 18. März 1935 in einem Lokale der Stadt Osnabrück einen von etwa 300 Personen besuchten Vortragsabend, an dem Rudolf Schmidt Hannover über das Thema "Rom-Juda und die deutsche Gotterkenntnis" ...
Die Gestapo Osnabrück hat auch sonst eifrig aufgepaßt auf die Redner des Ludendorff-Verlages. So heißt es an anderer Stelle (Gerd Steinwascher, 1995, S. 176):
... Versammlung, die ebenfalls gut besucht war und in der Dr. Gerstenberg aus Göttingen als Redner auftrat. In seinem Referat forderte er die Beseitigung des christlichen Glaubens. Die christliche Religion, so führte er aus, sei nur zu dem Zwecke geschaffen, das Seelenleben der Menschen und das Denken und Handeln nach einer bestimmten Richtung zu beugen. Der Mensch müsse furchtlos, ehrlich, wahr und treu denken und handeln - dies sei deutsche Gotterkennntnis.
In einer Anmerkung dazu heißt es, daß es sich wahrscheinlich um Dr. med. Karl Friedrich Gerstenberg (1893 - 1981) handelt. Und an anderer Stelle (Gerd Steinwascher, 1995, S. 276):
Weiterhin hielt der Ludendorff-Verlag im Berichtsmonat eine öffentliche Versammlung in Osnabrück ab, die von etwa 150 Personen besucht war. Dr. med. Rochow aus Chemnitz sprach über das Thema "Der seelische Listkampf der überstaatlichen Dunkelmänner". Der Redner führte aus, daß es inbesondere Juden, Freimaurer und Jesuiten seien, die das Volk durch List und Lüge auf eine falsche Bahn zu lenken versuchen ...
Anmerkung: "Wahrscheinlich der Chemnitzer Nervenarzt Dr. Georg Rochow (geb. 1892)." Und wohl noch für das Jahr 1933 oder früher (G. Steinwascher, 1995, S. 377):
Am Mittwoch, dem 10. d. M., veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des Tannenbergbundes bei Fleddermann, Bramscher Straße, einen Lichtbildervortrag, der von etwa 10 Personen besucht war und von Verhoeven (P.b.) geleitet wurde. Es sprach Kahl-Cuxhaven über das Thema: "Die schändlichen Geheimnisse der Freimaurerei". Er zeigte an Hand der Lichtbilder den jüdischen Einfluß in der Weltfreimaurerei. Die ...
In seinen Lebenserinnerungen führt Erich Ludendorff die Landesführer des Tannenbergbundes im Jahr 1931 auf (S. 320, nach Kopp, S. 103):
Ostpreußen: Wenzel; Pommern, Mark Brandenburg, Grenzprovinz: Major Holtzmann; Schlesien: Oberstleutnant Kaulbach; Sachsen und Thüringen: Dr. Larsson; Holstein, Hannover, Mecklenburg: Major v. Waldow; Westfalen und Rheinprovinz: Dr. Hulbrink; Hessen: Major Pommer; Baden: Rechtsanwalt Schneider; Württemberg: Rechtsanwalt Siegel; Bayern: Major Gottbrecht; Österreich: Dr. Gräf.
Robert Holtzmann, Wilhelm von Wedelstaedt - Dezember 1932


Abb. 5: Landesverbandstagung des Tannenbergbundes am 3. und 4. 12. 1932 (56, S. 50)
Abbildung 5 zeigt Teilnehmer an einer Landesverbandstagung des Tannenbergbundes am 3. und 4. Dezember 1932 (58, S. 50), vielleicht im Eingangsbereich der Säle der "Neuen Welt" in Berlin-Hasenheide, wo am Nachmittag des 4. Dezember auch Vorträge stattfanden. Für den Betrachter rechts von Erich Ludendorff steht Robert Holtzmann (Landesführer Nordostdeutschland). Robert Holtzmann war als Verlagsvertreter 1935 und 1936 der Verbindungmann Erich Ludendorffs zu General Ludwig Beck und anderen führenden Persönlichkeiten des Dritten Reiches in Berlin. Sein Nachlass im Bundesarchiv stellt eine wichtige Quelle für die Geschichte der Ludendorff-Bewegung während des Dritten Reiches dar und ist schon 1980 in einer Biographie über Ludwig Beck von Seiten des Historikers Klaus-Jürgen Müller sehr gründlich ausgewertet worden (erneut in einer solchen Biographie desselben Autors aus dem Jahr 2008).

Ob die Frau links von Erich Ludendorff richtiger oder falscherweise als Mathilde Ludendorff angesprochen wird, bleibe dahingestellt. Der sitzende Mann links neben dieser Frau jedenfalls ist ein Herr Swoboda (Landesführer Groß-Berlin). Und links von diesem steht Major Wilhelm von Wedelstaedt (gest. 1950) (Gauführer Niederlausitz) (56, S. 50). Wilhelm von Wedelstaedt spielt im Leben Erich Ludendorffs eine nicht geringe Rolle, was noch einmal herauszuarbeiten wäre. Auf seinem Gut fand am 3. Dezember 1932 auch jene Besprechung statt, von der der damals 27-jährige Landwirt Hans Vollmar im Jahr 1975 einen Bericht veröffentlicht hat (75):
Durch das Buch "Weltkrieg droht auf deutschem Boden" bekam ich im Jahre 1930 die erste Kenntnis von dem gewaltigen Befreiungs- und Aufklärungskampf des Hauses Ludendorff. Der Inhalt des Buches ergriff mich. Ich setzte mich mit aller Kraft für seine Verbreitung ein. Zugleich machte ich mich mit dem Schrifttum des Ludendorff-Verlages vertraut. Tief beeindruckte mich besonders der Inhalt des Werkes "Triumph des Unsterblichkeitwillens" von Frau Dr. Mathilde Ludendorff. (...) Ich war damals (...) Pächter einer Staatsdomäne in der Niederlausitz. (...) Da faßte ich mir ein Herz und schrieb selbst an den Feldherrn. (...) Der Feldherr schrieb mir selbst. (...)
Er hatte mir geschrieben, daß er anläßlich eines Vortrages am 4. 12. 1932 in Berlin in der "Neuen Welt" mit seiner Frau bei der Familie von Wedelstaedt in Kausche bei Senftenberg in der Niederlausitz wohnen würde. (...) Er lud mich nach der Besprechung zu einem Frühstück bei sich ein. (...) Ich hatte Lampenfieber. (...) Zwei wunderbar lebendige Augen blickten mich ernst und gütig an. (...) Ich verneigte mich und - straffte mich, denn ich kam mir krumm und schlaff vor, als 27-jähriger Mann vor der straffen, geraden, schlanken Soldatengestalt im dunkelgrauen Anzug vor mir. (...) Er sprach zu mir so selbstverständlich, wie man zu einem verantwortungsbewußten freien deutschen Menschen spricht. Mit großer Aufmerksamkeit folgte er meinen Ausführungen. (...)

Ich machte den Vorschlag, innerhalb des damaligen Tannenbergbundes die Landwirte irgendwie zu sammeln zu gemeinsamer Arbeit und gemeinsamen Austausch ihrer Gedanken und Erfahrungen. (...) Inzwischen war auch Frau Dr. Ludendorff ins Zimmer getreten. (...) Er sagte mir noch, daß am nächsten Tage in Berlin, vormittags vor den Vorträgen, eine Führerbesprechung der Tannenbergbundführer von Berlin und Brandenburg stattfinden würde. Ich möchte dorthin kommen, damit er mich mit den Herren bekannt machen könnte. (...) Am Nachmittag sprachen der Feldherr und die Philosophin in den Sälen der "Neuen Welt" vor über 10.000 Menschen.
Erich Biermann - 1932

Abb. 6: Erich Biermann, 1932 (aus: 56, S. 20)
Abbildung 6 zeigt Erich Biermann, den Schriftleiter der "Ludendorffs Volkswarte", über den Erich Ludendorff in seinen Lebenserinnerungen unter anderem schreibt (2. Band, S. 336f):
Hauptmann von Unruh hatte sein Amt mit großer Hingebung und ebensolchem Geschick vorgestanden, aber ihn hatte der Kampf angegriffen. Im Dezember war auch eine Klage gegen ihn von der Staatsanwaltschaft ... Die Zusammenarbeit mit Dr. Biermann gestaltete sich genau so, wie bei Hauptmann v. Unruh zu einer sehr harmonischen. Ungemein schnell arbeitete sich Dr. Biermann in das neue Amt ein. Um Ludendorffs Volkswarte volkstümlicher zu machen, legten wir ...
und von dem - wohl - auch Lebenserinnerungen überliefert sind.

Hans Kurth - 1924, 1934

Abb. 7: Hans Kurth (1896 - 1973), 1924 (oder früher)
Der vormalige Reichstagsabgeordnete Hans Kurth (1896 - 1973) ist Anfang der 1930er Jahre von Erich Ludendorff zum Schriftleiter der Zeitschrift "Quell" ernannt worden. Er hat auch viele Vorträge über die Philosophie Mathilde Ludendorffs gehalten. Über ihn heißt es im Reichstagshandbuch vom Mai 1924:
Deutschsoziale Partei, Bergarbeiter in Breslau. Ab 1914 kriegsfreiwillig ins Feld. EK I. Kl., EK II. Kl., 1918 amerikanische Gefangenschaft. Nach Rückkehr Universität Königsberg (Pr.) Landwirtschaft studiert. Abgeschlossen mit Examen zum cand. agr. Verarmt durch Papiergeldentwertung, Bergarbeiter im Kalibergbau (Straßfurt) geworden.
Im Jahr 1934 hat er sehr plötzlich und sehr empört die Schriftleitung der Zeitschrift niedergelegt, da Erich und Mathilde Ludendorff ein von den Nationalsozialisten begrüßtes antichristliches Theaterstück, gegen das kirchliche Stellen Sturm liefen, als nicht so wertvoll beurteilten, als wie es Hans Kurth beurteilte, der sich offenbar mit dem Theaterdichter sehr gut verstand. Hans Kurth hat dann ab diesem Zeitpunkt sehr eng mit dem späteren Verleger Herbert Grabert zusammengearbeitet im Aufbau einer antichristlichen Massenbewegung.

Karl von Unruh - Sommer 1937

Abb. 8: Franz von Bebenburg, Erich Ludendorff, Karl von Unruh (von links nach rechts), undatiert (wohl 1937)
Abbildung 8 zeigt rechts den viel schreibenden Autor der Ludendorff-Bewegung Karl von Unruh (1884-1969), den ältesten Bruder der Schriftsteller Fritz von Unruh (1885-1970) und Friedrich Franz von Unruh (1893-1986), sowie des expressionistischen Malers Kurt von Unruh (1894-1986). Das Foto könnte aus dem Sommer 1937 stammen.

Fritz Hugo Hoffmann - Sommer 1937

Abb.: Erich Ludendorff, vermutlich mit Fritz Hugo Hoffmann, vielleicht im Sommer 1937 (Herkunft: Ebay, März 2015)
Das vorstehende Foto trägt auf der Rückseite die handschriftliche Erläuterung: “General Ludendorff und der Jugendbewegte Hoffmann”. Außerdem ist es dort gestempelt mit: “Photo Schmidt, Spezial-Foto-Haus, Gr. Scharrnstr. 50”. (Herkunft: Ebay, März 2015)

Eine solche Straße findet sich noch heute in der Altstadt von Frankfurt/Oder, parallel zur Oder. Bei dem “Jugendbewegten Hoffmann” wird es sich mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit um Fritz Hugo Hoffmann handeln. Dies war seit Ende der 1920er Jahre ein Ludendorff-Anhänger, der für den Tannenbergbund unter anderem das Liederbuch “Lieder der Deutschen” herausgebracht hat. Damals wurde vielen Menschen in der nichtchristlichen völkischen Bewegung ("Neuheiden") bewusst, dass viele deutsche Volks- und Weihnachtslieder christliche Texte hatten, obwohl diese Melodien, wie sie vermuteten älter als das Christentum waren oder zumindest nicht aus der christlichen Haltung entsprungen waren, die den Texten innewohnt, die ihnen unterlegt wurden. Es ging ihnen also darum, die ihnen wertvollen Melodien zu erhalten, sie aber ("wieder") mit nichtchristlichen Texten zu versehen. Daran arbeitete Fritz Hugo Hoffmann. 

Auch Erich und Mathilde Ludendorff betätigten sich in diesem Sinne. So hatten sie im Jahr 1929 das Buch "Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende" herausgegeben. Am 25. November 1929 war ein Aufklärungsvortrag über den Inhalt dieses Buches in München unter der Anführerschaft eines Jesuitenpaters (Rupert Mayer (1876-1945) (Wiki)) von katholischen Jugendverbänden gesprengt worden und der bayerische Ministerpräsident Heinrich Held (1868-1938) (Wiki) hatte diesem dem Rechtsstaat Hohn sprechenden Vorgehen in einer Rede Schützenhilfe geleistet. Erich Ludendorff war über all das entrüstet. Er schreibt in seinen Lebenserinnerungen unter anderem (Bd. 2, S. 257f):
Meiner eigenen Erbitterung gab ich Ausdruck, indem ich das alte niederländische Dankgebet, das unsere niederländischen Stammesbrüder vor über 200 Jahren im Kampf gegen Rom sangen, umdichtete. (...) Mein "Kampflied Deutscher Abwehr" hatte folgenden Wortlaut:
Der Schwarze, die Deutchen zu Falle zu bringen,
Schleicht hassend und trugvoll durchs arglose Reich
Und suchet, durch List die Gewalt zu erringen,
Um Freie zu fällen mit tödlichem Streich.
Ausharret und kämpfet im härtesten Streite,
Mit Schanden in Banden des Schwarzen nicht fallt!
Der Tapf're zwingt sich den Frevler zur Beute,
Zur Rettung des Volkes aus Pfaffenegewalt.
Vertraut nur Euch selbst, hoffet nichts von Gebeten,
Den Würger vertreibt allein tatfrohe Kraft,
Den Stolzen und Starken, von Schleichern getreten,
Entflammet der Zorn, der jetzt Freiheit uns schafft.
Den Ludendorffschen Liedtext druckte Fritz Hugo Hoffmann mitsamt der alten zugehörigen Melodie ebenfalls in seinem Liederbuch "Lieder der Deutschen" ab, das Anfang der 1930er Jahre erschien. Fritz Hugo Hoffmann gab die Jugendzeitschrift "Deutschjugend" heraus. In ihr wird immer wieder von Otger Gräff (1893-1918) gesprochen, einem im Ersten Weltkrieg gefallenen Wandervogelführer. 

In dieser Zeitschrift spricht er in einer Besprechung des Buches "Weltkrieg brennt in Jungenherzen" von Gustav G. Engelkes davon, dass der christliche "Himmel" ein Zugeständnis wäre "an den Walhallagedanken der Einherier" (November 1933, S. 174). Ob hierbei davon ausgegangen wird, dass es bei den heidnischen Germanen Männerbünde gegeben habe, ein Gedanke, der innerhalb der SS vertreten wurde, und gegen den sich damals der Religionswissenschaftler Bernhard Kummer sehr stark gewendet hat, muss einstweilen offen bleiben. Im nächsten Satz heißt es über das besprochene Buch: "Gefährlich für den Jungen wird es, als der Wunderglaube ihn gefangen nimmt." Dabei beziehen sich diese Worte nur auf eine so dahin gesagte Phrase wie "Gott lässt heute noch Wunder geschehen," die für sich noch kein Wunderglaube darstellt. In der Juni 1935-Folge der Zeitschrift "Heiho" heißt es:
Fritz Hugo Hoffmann ist als Schriftleiter nach München berufen worden. Die Geschäftsstelle des Deutschjugend-Verlages ist nunmehr ganz nach Landsberg (Warthe) verlegt worden.
Im Jahr 1939 berichtet die Zeitschrift “Quell” jedoch, dass Fritz Hugo Hoffmann neuerdings Vorträge halten würde am Harzer Sanatorium des Dr. Karl Strünckmann, des Verfassers der Schrift “Adolf Hitler und die Kommenden”, womit Hoffmann in jeder Hinsicht in das okkult-buddhistische Gegenlager gewechselt wäre - was dann sicherlich viele Freunde überrascht hat. Über die Beweggründe und den weiteren Lebensweg Hoffmanns ist einstweilen nichts bekannt. 

Schon in den frühen 1930er Jahren hatten beide Ludendorffs auf die vielen männerbündlerischen Umtriebe innerhalb der Jugendbewegung hingewiesen, die ihnen diese Bewegung in wachsendem Masse in ungünstigem Licht erscheinen ließen. Heute ist darüber noch viel mehr bekannt. Erinnert sei an all die Traditionen der sogenannten "Reformschulbewegung" und der sogenannten "Reformschulpädagogik", die dann eine solche massenhaft seelenmordende und damit versklavende Gewalt an Kindern möglich gemacht hat wie sie von der Odenwaldschule bekannt geworden ist.  Aus heutiger Sicht ist es leichter zu erkennen, dass politisch und religiös enflussreichen Gruppen natürlich an nichts mehr gelegen sein muss, als seelenmordenden Einfluss auf die kommende Generation zu erlangen (vgl. Jürgen Oelkers "Eros und Herrschaft - Die dunklen Seiten der Reformpädagogik", 2011 und Christian Füller "Sündenfall - Wie die Reformschule ihre Ideale missbrauchte", 2011).

Die beiden Ludendorffs hoben demgegenüber zunehmend die Bedeutung des Wurzelns der Kinder und Jugendlichen im Elternhaus hervor, das im übrigen auch für ihrer beider eigene Biographien immer die größte Bedeutung behalten hatte. Dem Aussehen Erich Ludendorffs nach auf dem obigen Foto könnte es auch gut und gerne erst 1937, in seinem letzten Lebensjahr, entstanden sein, vielleicht auf der im Sommer dieses Jahres von Mathilde Ludendorff am Starnberger See abgehaltenen Erziehertagung. Und es muss auch nicht ganz unwahrscheinlich sein, dass Fritz Hugo Hoffmann selbst aus Frankfurt an der Oder stammte.

Veröffentlichungen (unvollständig):
  • Hoffmann, Fritz Hugo (Hrsg.): Deutschjugend (Monatszeitschrift). 1. Jahrgang 1933-3. Jahrgang 1934. Verlag der "Deutschjugend", Frankfurt (Oder), Druck von Karl Pfeiffer jun., Landsberg (Warthe)
  • Hoffmann, Fritz Hugo (Hrsg.): Heiho (Monatszeitschrift). Erscheint ab November 1933 zunächst als 4-seitige Beilage zur Zeitschrift "Deutschjugend". Ersetzt offenbar die (verbotene?) Zeitschrift "Deutschjugend" ab ihrem 4. Jahrgang 1935.
  • Lieder der Deutschen. Bearbeitet von Fritz Hugo Hoffmann. Ludendorffs-Volkswarte-Verlag, München o. J. (wohl 1934) (128 S.)
  • Hoffmann, Fritz Hugo (Hrsg.): Deutsche Märchen und ihre Deutung. Ein Volksbuch mit Zeichnungen von Karl Martin, Meißen. 1. Band. 2. Auflage. Deutschjugend-Verlag Fritz Hugo Hoffmann, Frankfurt (Oder) 1934
  • Hoffmann, Fritz Hugo: Vom Wesen Deutscher Feste, Feiern, Sitten und Gebräuche. In: Tannenberg-Jahrweiser 1934, hrsg. v. Luise Raab. Ludendorffs Verlag, München 1934, S. 36-44
  • Hoffmann, Fritz Hugo (Hrsg.): Deutsche Volksmärchen, Fabeln und Schwänke. Mit Bildern von Hans Günther Strick. Ludendorffs Verlag, München 1935 (104 S.) [Im Anhang Erläuterungen und Bewertungen aller Märchen von Fritz Hugo Hoffmann]
  • Tannenberg-Jahrweiser 1936. Zusammengestellt von Fritz Hugo Hoffmann. Ludendorffs Verlag, München 1936
  • Hoffmann, Fritz Hugo: Die Schöpfungsgeschichte. In: Tannenberg-Jahrweiser 1936, S. 69ff

Walter Löhde - 1940 und etwa 1959

Abb. 9: Walter Löhde am 20. 7. 1940, seinem 50. Geburtstag

 
Abb. 10: Der Schriftleiter und Publizist Walter Löhde auf einer Oster-Geschichtstagung in Hasselborn/Taunus 1956 (aus Privatbesitz)
Die Angaben in den unten angeführten Nachrufen sind für Nachlebende oft nur außerordentlich schemenhaft und unbefriedigend. Deshalb wäre es um so wichtiger, wenn Nachlässe von solchen unten angeführten Persönlichkeiten sichergestellt würden und der geschichtswissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung stehen würden.

Abb. 11: Walter Löhde und Oberst Leon auf einer Oster-Geschichtstagung in Hasselborn/Taunus, 1956 (aus Privatbesitz)
Die Abbildungen 9 bis 12 sind dem Nachlaß eines Ludendorff-Anhängers entnommen.

Hans-Günther Strick - 1956

Abb. 12: Der Karrikaturist und Zeichner Hans-Günther Strick und Oberst Leon auf einer Oster-Geschichtstagung in Hasselborn/Taunus, 1956, im Hintergrund Frau Stötzer (aus Privatbesitz)
(Kopp, Bd. 2, 2002, S. 141):
Der Verlag Hohe Warte hielt im Taunus die Ostertagung 1956 unter der Mitwirkung von Walter Löhde und Fritz Vater. Stoffgebiet: Europäische Geschichte von 1517 bis zur Gegenwart. Anmeldungen an Generalvertreter F. A. Stötzer.
Abb. 13 : Hans-Günther Strick und Oberst Leon auf einer Oster-Geschichtstagung in Hasselborn/Taunus, 1956 (aus Privatbesitz)
Der vorliegende Beitrag wird nach und nach immer dann ergänzt werden, wenn neues Material zur Verfügung gestellt oder zugänglich wird.

Vorstand des "Bundes für Gotterkenntnis" (1958)

Abb. 14: Prothmann, Marquardt, Reinhard, Sand, Panthel am Seitentor des Friedhofs in Tutzing, 10. 10. 1958 (aus: 40)
Auf Abbildung 14 sind einige führende Persönlichkeiten des Bundes für Gotterkenntnis der 1950er Jahre zu sehen: Prothmann, Dr. Edmund Reinhard und Dr. Rudolf Sand, alles drei Juristen, die alle drei dem Vorstand des "Bundes für Gotterkenntnis" angehörten.

Abb. 14: Edmund Reinhard - aus: Der Spiegel, 20.2.1960
Edmund Reinhard hat behutsame philosophische Vergleiche zwischen der Philosophie Mathilde Ludendorffs und der Nicolai Hartmanns, sowie mit dem Weltbild von Teilhard de Chardin vorgelegt (67, 68).

Ilse Wentzel - 1962

In der November 1962-Folge von Mensch & Maß wird der Tod von Ilse Wentzel in Blankenburg/Harz am 4. September 1962 bekanntgegeben (S. 576):
Sie ist ja vielen Freunden durch ihre Vortragsreisen in den Jahren vor dem Kriege und auch noch im Kriege gut bekannt. In den letzten Jahren konnte sie ja wegen ihres Wohnsitzes in der sowjetischen Besatzungszone nicht mehr aktiv tätig sein. Sie starb in der Gotterkenntnis. (...) Sie war über 70 Jahre alt.
Franz von Bebenburg setzt darunter (S. 576):
Diese Nachricht erfüllt auch mich mit tiefer Trauer. Mit Frau Ilse Wentzel ist ein prachtvoller Mensch von uns gegangen, dem wir ein dankbares und ehrenvolles Andenken bewahren werden.
...

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  1. Hans Kurth: Reichstagshandbuch 1924
  2. Georg Ahlemann: Reichstagshandbuch 1924
  3. Robert Holtzmann (1883 - 1963) (Tannenbergbund-Landesführer Nordost): Nachlaß. Nachlassdatenbank. Bundesarchiv Koblenz: "Teilnachlaß 2" (nach 1934); Stanford-Universität, Kalifornien, "Hoover Institution" (amerikanisch-konservative "Gedankenschmiede" ["Think-Tank"]): "Teilnachlaß 1" (vor 1934). Übersicht über die Bestände (pdf.) - Briefpartner Holtzmanns etwa: Blomberg (1935, 1936), Bormann (1935), Fritsch (1932, 1934), Goebbels (1933), Heß (1935), Himmler (1936). Außerdem engere Mitarbeiter Erich Ludendorffs wie Walter Löhde (1935), Bronsart von Schellendorf (bis 1932), Robert Schneider (1936) und viele andere mehr. 
  4. Herbert Frank (1898 - 1972) (Tannenbergbund-Landesführer West)Nachlaß. Institut für Zeitgeschichte, München. Findbuch (pdf)
  5. Lindner, August (Ludendorff-Forscher, Büsum): Ludendorff - Widerstandskämpfer im Dritten Reich? Unveröffentlichtes Manuskript in dem Nachlaß des Autors. Bundesarchiv Koblenz und Landesarchiv Schleswig (Mit Briefwechseln des Autors mit den Historikern Walter Hubatsch, S. Kaehler, Egmont Zechlin und W. Foerster.) (siehe Mommsen/Nachlässe, 1983, S. 937)
  6. Major Wilhelm von Wedelstaedt, gestorben am 14. 3. 1950. In: Quell 4/1950 
  7. ohne Verfasser: Totengedenken. Wilhelm, Kronprinz von Preußen (1882 – 1951). In: Der Quell, Folge 15, 9. 8. 1951, S. 682
  8. Tschocke, Gottfried: Erich Rosikat zu seinem Todestage am 17. Mai 1933. In: Der Quell, Folge 9, 9. 5. 1953, S. 411f
  9. Ludendorff, Mathilde: Worte am Grabe von Frau Rektorin Margarete Rosikat (1888 – 1955) In: Der Quell, Folge 9, 9. 5. 1955, S. 420f
  10. Ludendorff, Mathilde: Mitteilung über den Tod von Rudolf Peters (1892 - 1955), den Burschen Erich Ludendorffs im Ersten Weltkrieg. In: Der Quell, Folge16, 23. 8. 1955, S. 767
  11. Ludendorff, Mathilde: Gedenken an den Tod von Franz Griese. In: Der Quell, Folge 17, 9. 9. 1957, S. 815 (nur kurze Mitteilung)
  12. Knake, Wilhelm: Die gegenwärtige Krise der Naturwissenschaften und ihre Überwindung durch die Philosophie. In: Festschrift zum 80. Geburtstag Mathilde Ludendorffs aus dem Kreise ihrer Mitarbeiter. Hrsg. vom Bund für Gotterkenntnis. Verlag Hohe Warte – Franz v. Bebenburg, Pähl 1957, S. 94 (kurzer Hinweis auf seinen Beruf)
  13. Löhde, Walter; Franz v. Bebenburg: Walter Leon ist tot! In: Der Quell, 23. 5. 1958, S. 451
  14. Bebenburg, Franz v.; Walter Löhde: Karl von Unruh 75 Jahre. (geb. 1884) In: Der Quell, Folge 3, 9. 2. 1959, S. 116
  15. Löhde, Walter: Zum 60. Geburtstag Erich Limpachs. Am 27. 6. 1959. In: Der Quell, Folge 12, 23. 6. 1959, S. 562 – 564
  16. Todesanzeige für Ludwig Peithmann (1887 - 1960; Fabrikant und Lehrer i.R.). In: Der Quell, Anzeigenteil, 9.6.1960
  17. Peithmann, Ludwig: Gefahren vorzeitiger Entfaltung von Anlagen. Zum Gedenken des am 13.5.1960 Verstorbenen. In: Der Quell, Folge 14, 23.7.1960, S. 657 - 661
  18. Akten-Zusammenstellung (zum Fall Walter Löhde). Mit einem Nachwort von Franz Freiherr Karg von Bebenburg. Typoskript o. J. [1962?]
  19. von Bebenburg, Franz; Fritz Vater, Hans Ludwig Schulze: Die Totenfeier für Franz August Stötzer (15-seitiger Sonderdruck o. J. [1962]) 
  20. Wentzel, Klaus: Frau Ilse Wentzel verstorben am 4.9.1962 in der Sowjetzone. In: Mensch & Maß, Folge 12, Dezember 1962, S. 576
  21. Bernhard Kummer (26. 1. 1897 – 1. 12. 1962) zum Gedächtnis. Hrsg. von Mitarbeitern der Zeitschrift „Forschungsfragen unserer Zeit“, Verlag der Forschungsfragen unserer Zeit, Gisela Lienau, Zeven 1963
  22. Rehwaldt, Hermann: Erich Ludendorff. Aus dem Erleben berichtet. In: Mensch und Maß, Folge 7, 9. 4. 1965, S. 328 – 333
  23. Biese, Franz: In schwerster Zeit. 1918 Hauptmann im Generalstabe des Chefs des Generalstabes des Feldheeres. In: Mensch und Maß, Folge 7, 9. 4. 1965, S. 296 – 301
  24. Beißwenger, Eberhard; Limpach, Erich: Drei Erlebnisse mit General Ludendorff. In: Mensch und Maß, Folge 7, 9. 4. 1965, S.351 – 353
  25. ohne Verfasser: Der 9. 4. 1965 am Grabe Erich Ludendorffs. In: Mensch und Maß, Folge 9, 9. 5. 1965, S. 417 – 420 („weit über 100 Kränze und Blumengebinde“, Aufschriften werden genannt)
  26. Mahlberg, Hartmuth (= Johannes Marquardt?): Erich Ludendorff zum Gedenken an seinen 100. Geburtstag. Hans Pfeiffer Verlag, Hannover 1965
  27. Löhde, Walter: Erinnerungen (wohl nur als Typoskript, erwähnt auf S. 77 von Marquardt: „Walter Löhde“)
  28. Marquardt, Johannes: Walter Löhde. Schriftsteller und Kulturhistoriker – Ein Kämpfer für Geistesfreiheit. (46-seitiges Manuskript) Zum 75. Geburtstag Walter Löhde’s am 20. Juli 1965.
  29. von Bebenburg, Franz Freiherr Karg; von Unruh, Karl: Stellungnahme zum Brief von Dr. Hermann Karben an Dr. Mathilde Ludendorff. In: Mensch und Maß, Folge 23, 9. 12. 1965, S. 1106 – 1117
  30. Rehwaldt, Hermann: Aus dem Chaos zur Erkenntnis. In: Mensch und Maß, Folge 11, 9. 6. 1966, S. 510 – 516 (Wie er zur Philosophie Mathilde Ludendorffs kam.)
  31. von Bebenburg, Franz Karg: Zum Tode Hans Günther Strick’s. (1900 – 1968) Worte zu seiner Totenfeier. In: Mensch und Maß, Folge 8, 23.4.1968, S. 374 – 378, 385
  32. Kluge, Hellmuth; Sand, Rudolf; von Bebenburg, Franz Karg: Worte zur Totenfeier für Wilhelm Prothmann (1895 – 1968). In: Mensch und Maß, Folge 14, 23.7.1968, S. 640 – 651
  33. Klapproth, E.: Besuch bei Hans-Günther Strick und seinem Kautz. In: Mensch und Maß, Folge 18, 23.9.1968, S. 862f
  34. von Bebenburg, Franz Karg: Prof. Dr. Hans F. K. Günther gestorben. (1891 – 1968) In: Mensch und Maß, Folge 20, 23.10.1968, S. 945 – 948
  35. v. Be.: Worte zur Totenfeier Lina Richters (1875 – 1969). In: Mensch und Maß, Folge 12, 23.6.1969, S. 564 – 566 (die Malerin, Illustratorin und Schwester Mathilde Ludendorffs)
  36. Karl von Unruh (1884 - 1969) - Nachruf. In: Mensch und Maß, Folge 19, 9.10.1969, innere Umschlagseite
  37. von Bebenburg, Franz: Worte zu Karl von Unruhs Totenfeier. In: Mensch & Maß, 9. Jg., Folge 20, 23.10.1969, S. 928 - 937
  38. Rehwaldt, Hermann: Erlebtes mit Karl von Unruh. In: Mensch & Maß, 9. Jg., Folge 20, 23.10.1969, S. 937 -940
  39. Köhncke, Fritz: Karl von Unruh zum Gedächtnis. In: Mensch & Maß, 9. Jg., Folge 20, 23.10.1969, S. 940 - 943
  40. Köhncke, Fritz; v. Bebenburg, Franz: Worte zur Totenfeier für Fritz Vater. (1896 – 1969) In: Mensch und Maß, Folge 22, 23.11.1969, S. 1040 – 1052
  41. Marquardt, Johannes: Meine Lebens- und Kampfjahre. (100-seitiges Manuskript) Lörrach/Baden, Um die Jahreswende 1969/70 (Versandbuchhandlung Bärwinkel)
  42. Seifert, Gerhard: Nachruf für den Saga-Erzähler Fritz Vater. In: Deutsche Wochenschau, 2. 1. 70, nachgedruckt in MuM 9.3.70, S. 233f
  43. v. Be.: An der Totenbahre Frieda Stahls. (1885 – 1971) In: Mensch und Maß, Folge 21, 9. 11. 1971, S. 1003 – 1007, 960 (die Pianistin und Schwester Mathilde Ludendorffs)
  44. von Bebenburg, Franz: Hermann Rehwald 75 Jahre. In: Mensch und Maß, Folge 24, 23. 12. 1971, S. 1124 – 1126
  45. Duda, Gunther: Ein Leben für sein Volk. Fritz Vater zum 75. Geburtstag. In: Mensch und Maß, Folge 24, 23. 12. 1971, S. 1110 – 1117
  46. (ohne Verfasser [v. Be.]): Zum Tode Hermann Rehwaldts 17. 9. 1896 – 8. 7. 1972. Mensch und Maß, Folge 14, 23. 7. 1972, S. 668 – 671
  47. von Bebenburg, Franz Frhr. Karg: Worte des Gedenkens am Grabe Erich und Mathilde Ludendorffs. In: Mensch und Maß, Folge 19, 9. 10. 1972, S. 892 – 900
  48. Sand, Rudolf: Edmund Reinhard 80 Jahre alt. In: Mensch und Maß, Folge 6, 23. 3. 1973, S. 256 – 259
  49. Streck, Oberst a. D. Hans: Vor 50 Jahren: Der Marsch zur Feldherrnhalle. In: Mensch und Maß, Folge 21, 9. 11. 1973, S. 961 – 967 (Bericht von demjenigen, der mit Ludendorff aufrecht durch die Feuerlinie ging.)
  50. v. Bebenburg, Franz: Franz Biese (1887 – 1974). In: Mensch und Maß, Folge 24, 23. 12. 1974, III. Umschlagseite
  51. von Bebenburg, Franz; Duda, Gunther: Dr. Edmund Reinhard (1893 - 1975). In: Mensch und Maß, Folge 12, 23. 6. 1975, II. Umschlagseite
  52. Sand, Rudolf: Nachruf Dr. jur. Edmund Reinhard (1893 – 1975). In: Mensch und Maß, Folge 13, 9. 7. 1975, Umschlagseiten II und III
  53. Engelhardt, Eberhard: Rezension von Alex Bucher "Gebirgsjäger an allen Fronten" (1984). In: Mensch & Maß, Folge 3, 9.2.1986, S. 134 - 138 [enthält viel Autobiographisches über Engelhardt als Angehöriger einer Gebirgsjäger-Division im Zweiten Weltkrieg]
  54. v. Bebenburg, Franz: Eberhard Engelhardt (1905 – 1991). In: Mensch und Maß, Folge 3, 9. 2. 1991, S. 144
  55. Schlötzke, Kurt: Der Freispruch! In: Mensch und Maß, Folge 24, 23. 12. 1991, S. 1153 (Eine Erinnerung an den Richter Dr. Rudolf Sand)
  56. Duda, Gunther; v. Bebenburg, Franz: Dr. jur. Rudolf Sand (1896 – 1992). In: Mensch und Maß, Folge 12, 23. 6. 1992, S. 576
  57. Hagner-Freymark, Gertraud: Abschied und Auftrag. Gedenken an Gerold Adam. In: Die Deutsche Volkshochschule. Folge 106, November 1996, S. 1 –5
  58. Duda, Gunther: Ein Kampf für Freiheit und Frieden. Ludendorffs Tannenbergbund 1925 – 1933. Verlag Hohe Warte GmbH, Pähl 1997
  59. von Bebenburg, Franz: Mathilde Ludendorffs letzter Lebensabschnitt. In: Festschrift für Franz Freiherrn Karg von Bebenburg. Verlag Hohe Warte, Pähl 2000, S. 119 – 144
  60. Duda, Gunther: Ein Leben für Freiheit und Volk. In: Festschrift für Franz Freiherrn Karg von Bebenburg. Verlag Hohe Warte, Pähl 2000, S. 7 – 10 (eine sehr knappe Biographie von Herrn von Bebenburg)
  61. Lange, Dietmar: Walter Löhde – Ein Leben für die Geistesfreiheit. In: Mensch und Maß, Folge 13, 9.7.2000, S. 577 – 591
  62. Duda, Gunther: Totengedenken an Franz Freiherrn Karg von Bebenburg (1910 - 19.9.2003). In: Mensch & Maß, Folge 19, 9.10.2003, S. 865 - 869 (pdf)
  63. Bading, Ingo:  Um "seiner Verdienste um die Bewegung" willen ... - Ein nationalsozialistischer Ludendorff-Gegner erhielt noch 1944 seinen Judaslohn von Adolf Hitler. Studiengruppe Naturalismus, 17. 12. 2011
  64. Hans Georg v Waldow: Christentum oder Deutscher Gottglaube. Eine offene Antwort auf die Kampfmethoden der evangelischen Pastoren, im besonderen auf das Flugblatt "Der Tannenbergbund behauptet", hrsg. v. Evangel. Preßverband f. Dtschl., Berlin-Steglitz. Ludendorffs Volkswarte-Verlag, München 1932 (15 S.)
  65. Mlynek, Klaus: Gestapo Hannover meldet.... Polizei- und Regierungsberichte für das mittlere und südliche Niedersachsen zwischen 1933-1937. Lax, 1986 (Google Bücher)
  66. Rupieper, Hermann-Josef; Sperk, Alexander: Die Lageberichte der Geheimen Staatspolizei zur Provinz Sachsen 1933 bis 1936. Band 2, Mitteldeutscher Verlag, 2003 (Google Bücher)
  67. Steinwascher, Gerd: Gestapo Osnabrück meldet--: Polizei- und Regierungsberichte aus dem Regierungsbezirk Osnabrück aus den Jahren 1933 bis 1936. Selbstverlag des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück, 1995 
  68. Schmiechen-Ackermann, Detlef: Kooperation und Abgrenzung. Hahnsche Buchhandlung, 1999 (420 S.) (Google Bücher)
  69. Beißwenger, Eberhard (1889 - 1984): Ein Leben unter 4 Regierungsformen. Brünkendorf 1976 [wohl nur als Manuskript] (zit. in: Bauer, Adelinde: Militarismus und Individualismus in Deutschland. In: Mensch & Maß, Jg. 2003 (pdf, S. 5)
  70. Reinhard, Edmund: Nicolai Hartmann - Mathilde Ludendorff. Zwei Philosophen unserer Zeit. Verlag Hohe Warte, Pähl 1956
  71. Reinhard, Edmund: Teilhard de Chardin. Sein Weltbild im Blickfeld der Religionsphilosophie Mathilde Ludendorffs. Franz von Bebenburg, Pähl 1966 
  72. Beißwenger, Heidrun: Todesanzeige für Eberhard Beißwenger (1892 - 1984). In: Mensch & Maß, Folge 23.9.1984, S. 864 
  73. Kopp, Hans: Geschichte der Ludendorff-Bewegung. Erster Band: 1925 - 1939. Verlag Hohe Warte, Pähl 1975
  74. Weferling, Marhild, geb. Lange; Weferling, Elke: Todesanzeige für Erich Weferling (1888 - 1981) (Regierungsrat i.R., Braunschweig) In: Mensch & Maß, Folge 17, 9.9.1981, S. 814 
  75. Todesanzeige für Heinz Kunzendorff (1909 - 1986). In: Mensch & Maß, Folge 5, 9.3.1986, S. 240 
  76. Todesanzeige für Werner Preisinger (1905 - 1986). In: Mensch & Maß, Folge 5, 9.3.1986, 2. Umschlagseite 
  77. Vollmar, Hans (geb. 1905): Eine Begegnung. In: Mensch & Maß, Folge 7, 9.4.1975, S. 300 - 308 [über eine Unterredung des Autors, eines damals 27-jährigen Landwirtes, mit Erich und Mathilde Ludendorff bei der Familie von Wedelstaedt in Kausche bei Senftenberg am 3. Dezember 1932 über landwirtschaftliche Fragen] 

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