Mittwoch, 14. Oktober 2015

Erich Ludendorff und Düsseldorf

Ein fast unbeschwertes Vorkriegsjahr und spannungsreiche Jahre später

In einer Rezension zu dem bekannten Buch "1913", das im Jahr 2013 erschien, heißt es über die Heeresreformpläne, die Erich Ludendorff und sein Vorgesetzter, der Generalstabschef Moltke der Jüngere, 1912 vorantrieben (35):
Ludendorff und Moltke hielten sich so an den Schlieffenplan. Sie wiesen darauf hin, dass in Frankreich 82 Prozent der Wehrpflichtigen einberufen würden, in Deutschland hingegen nur 52 bis 54 Prozent. Das gehe so nicht weiter. Sie verlangten, die Friedensstärke des Heeres von 670.000 auf 970.000 Mann zu erhöhen und drei neue Armeekorps zu formieren.
Diese Heeresvorlage wurde von dem damalige Kriegsminister von Heeringen torpediert (35):
Heeringen zog nun gewissermaßen die Notbremse. Er meldete sich beim Kaiser zum Immediatvortrag an und zog den Monarchen auf seine Seite. Seine Majestät entschied: Die Erweiterung des Heeres solle weit geringer ausfallen als vom Generalstab gefordert, und die drei neuen Armeekorps seien gestrichen.  Fünf Tage später wurde Ludendorff, der schärfste Widersacher Heeringens, aus dem Generalstab entfernt und als Regimentskommandeur nach Düsseldorf versetzt.
Ende Januar 1913 wurde Erich Ludendorff deshalb Regimentskommandeur des Niederrheinischen Füssilier-Regiments Nr. 39 in Düsseldorf (1, S. 99, 105):
Während die sechsköpfige Familie in der Reichshauptstadt in einer Etagenwohnung gelebt hatte, mietete Ludendorff in Düsseldorf ein repräsentatives Haus mit großem Garten.
Das Haus lag etwa zwei Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Düsseldorf in der Scheibenstraße 37 (siehe Google Maps). "Hofgarten, Rhein und Rheinbrücke lagen in der Nähe," schreibt Margarethe Ludendorff in ihren Erinnerungen (10). (Offenbar ist das Haus während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Denn heute scheint sich dort eine moderne Wohnanlage zu befinden. Im Juli 1939 wurde an diesem Haus eine Gedenktafel angebracht in Anwesenheit von Mathilde Ludendorff und des Gauleiters Friedrich Florian [1, S. 566, Anm. 36]; siehe unten.)

Abb. 1: "Gruss aus Düsseldorf - Niederrheinisches Füs.-Regt. Nr. 39 - Kaserne" (Postkarte)
In dem vorliegenden Blogbeitrag sollen nach und nach Dokumente und Sachverhalte zusammen getragen werden, die dem Thema der Rolle Erich Ludendorff in der Stadtgeschichte von Düsseldorf zugeordnet werden können. So zunächst Postkarten, die Soldaten des von Ludendorff befehligten Regimentes in jener Zeit versendeten (meist aus Ebay-Angeboten der letzten Jahre).

Abb. 2: "Die 39er beim Schiessdienst im Ragerwald bei Düsseldorf" (Postkarte)
Auf Wikipedia heißt es zu der Kaserne, in der Erich Ludendorff Regimentskommandeur war, und in der sein Regiment kaserniert war:
Viele Gebäude der ab 1898 neu bezogenen Kaserne an der Tannenstraße in Düsseldorf-Derendorf stehen noch heute.
(siehe dazu auch: Architektur-Forum). Natürlich hatte Erich Ludendorff in jener Zeit auch ein Familienleben. Im folgenden einiges aus einem anderen Blogartikel, das hier der Vollständigkeit halber wiederholt werden soll. Aus Düsseldorf schrieb Erich Ludendorff am Abend seines 48. Geburtstages, dem 9. April 1913, an seine Mutter in Berlin über seine Stieftochter Margot, genannt Lotte (Brief aus dem Bundesarchiv zit. n. 2, S. 106):
Sie wird ein Prachtsmädel, jedenfalls was ich dazu tun kann, das geschieht, sie zu einem freien Menschenkind zu bilden. Sie wird von mir so erzogen, wie ich denke, daß ich von Euch lieben Eltern erzogen worden bin und das ich Dir, liebe Mutter, so oft gedankt habe.
Aus diesen Worten geht sein Verhältnis sowohl zu seiner Mutter wie zu seiner Stief-Tochter hervor. Ein ähnlich herzliches Verhältnis ist von ihm auch zu seinem jüngsten Sohn Erich ("Pieckchen") bezeugt, über den Erich Ludendorff im Sommer 1918 an seine Frau schreibt: "Du weißt, wie ich Pieckchen geliebt habe." (Siehe unten.) Zu den beiden jüngeren Kindern wird Erich Ludendorff schon deshalb eine engere Beziehung gehabt haben, weil diese nicht wie die beiden älteren schon zu dieser Zeit in die Kadettenanstalt gingen. In dem gleichen Brief vom 9. April 1913 schreibt Erich Ludendorff an seine Mutter auch (2, S. 107):
Wir sind natürlich nur ganz allein, ich will fremde Menschen auch nicht um mich haben. Mir ist das Alleinsein auch das liebste, auch das gemütlichste für mich.
Abb. 3: Erich Ludendorff und seine Mutter (1914)
In diesen Worten deuten sich Charakterzüge Erich Ludendorffs an, die auch Mathilde Ludendorff hinsichtlich ihres Mannes hervorgehoben hat: Ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Einsamkeit. Aber auch über die Politik schrieb Erich Ludendorff an diesem Abend an seine Mutter (2, S. 96):
Ich lese mit Spannung die Reden im Reichstage, der Reichskanzler war für seine Verhältnisse gut, empörend wieder dieser Kriegsminister. Warum ist man damals nicht meinem Rat gefolgt und hat ihn weggeschickt? Es ist ein Unglück unserer leitenden Kreise, daß sie die Unzulänglichkeit dieses Mannes nicht einsehen wollen. (...) Du glaubst nicht, wie ich die hasse.
So leidenschaftlich also dachte Erich Ludendorff über die damals von ihm vorangetriebene Wehrvorlage, um derentwillen er Anfang 1913 aus Berlin nach Düsseldorf versetzt - bzw. verbannt - worden war. Im Jahr 1913 weilte Margarethe Ludendorff, wie dem im Bundesarchiv vorliegenden Briefbestand zu entnehmen ist, auf einer mehrwöchigen Kur in Bad Ems. Und Erich Ludendorff macht sich in Briefen an seine Mutter viele Gedanken über ihre Gesundheit (2, S. 106).

Weihnachten 1913 - "Die Jugend war sehr vergnügt"

Auch aus anderen Briefen an seine Mutter erhält man einen Eindruck von seinem familiären Zusammenleben in dieser Zeit. Über das Weihnachtsfest 1913 schreibt Erich Ludendorff an seine Mutter (2, S. 107):
Wir hatten am 1. Feiertag einige Gäste. Trotzdem war alles gemütlich. Vor allem am 1. Feiertag war die Jugend sehr vergnügt. Damit war der Zweck erfüllt. Die übrigen Tage waren wir allein. 6 Mann machen ja auch schon Leben genug.
Zu diesen "6 Mann" rechnete er offenbar auch seine Frau und seine Tochter neben den übrigen vier "Männern" der Familie. Und am 25. Januar 1914 schreibt er er an seine Mutter (2, S. 107):
2 eigene Gesellschaften haben wir wieder hinter uns und nur Gott sei dank noch eine, und dann ist es Schluß! Mir ist diese Geselligkeit zuwider, mit dem Regiment und den notwendigen Spitzen bin ich einverstanden, alles andere ist von Übel. Uns stehen noch eine ganze Menge Geselligkeiten bevor, da wir aber zu vielen absagen, so ist das nicht so schlimm.
Schon diese wenigen Briefstellen lassen vielleicht einiges über das Verhältnis Erich Ludendorffs zu seiner Mutter erahnen. Auch einiges, das man aus anderen Zeugnissen über ihrer beider Verhältnis zueinander bisher nicht so genau kannte. Aus ihnen geht doch ein tieferes Einverständnis zwischen beiden hervor.

1914 - "Sie lebt heute in meiner Erinnerung als liebe Mutter und stolze Frau."

Ludendorffs Mutter starb am 6. März 1914 (2, S. 107). Ludendorff schreibt in seinen Erinnerungen (3, S. 169):
Ich erlebte in Düsseldorf noch den Schmerz, daß im März 1914 meine liebe Mutter ihre Augen für immer schloß. Ich war stets in enger Verbindung mit ihr geblieben. Sie hatte mich auch in Düsseldorf besucht, und ich konnte ihr als Sohn in Liebe und Fürsorge das danken, was ich ihr schuldete. Sie lebt noch heute in meiner Erinnerung wie mein Vater, und zwar als liebe Mutter und stolze Frau.
Mathilde Ludendorff hat in ihren Lebenserinnerungen angedeutet, daß die Mutter Erich Ludendorffs innerlich ihrem Sohn in jener Zeit etwas ferngerückt war aufgrund der Wahl seiner ersten Ehefrau, mit der sie nicht vollumfänglich einverstanden gewesen sei (13, S. 79).

1913 - Regimentskommandeur in Düsseldorf

Wilhelm Breucker, 1913 Bataillonsadjutant im Düsseldorfer Regiment Ludendorffs, erinnert sich (24, S. 32):
Ludendorff wurde allmählich warm im Regiment und im Offizierskorps. Dazu trug nicht wenig seine charmante und gütige Frau bei, die so ganz anders war, als man sich eine "Kommandeuse" vorstellt. Sie lebte, wenn auch damals schon leidend, in glücklicher, harmonischer Ehe mit ihrem Mann. Ihren vier Kindern aus ihrer ersten Ehe (...) war der Stiefvater ein wirklicher Vater, der sie mit zärtlicher Liebe umgab. Dieses familiäre Glück teilte sich uns allen mit, die wir häufige Gäste im Hause unseres Kommandeurs sein durften. Waren wir in kleinem Kreise, dann zog Ludendorff sich meist nach Tisch in sein Arbeitszimmer zurück, und wenn wir Leutnants ihm folgten, dann gab er uns zuweilen einen Einblick in die Generalstabsarbeit und erzählte uns von seinen schweren Kämpfen um die Wehrhaftmachung Deutschlands. (...) In solchen Stunden erlebten wir einen ganz anderen Ludendorff.
Ob diese Darstellung nicht doch auch ein wenig von der Darstellung im Buch "Als ich Ludendorffs Frau war" beeinflußt ist, muß natürlich dahingestellt bleiben. Beider Darstellungen ähneln sich jedenfalls sehr (s.: 8). Weiter schreibt Breucker (24, S. 35):
Ist es nicht ein schönes Zeichen für einen Regimentskommandeur, daß wir jungen Leutnants ihn "Vater" nannten und daß mancher von uns in Frau Margarethe Ludendorff bis zu ihrem Tode eine in Freud und Leid bewährte Freundin gefunden hat?
Worte eines Wilhelm Breucker wird man nicht auf die Goldwaage legen können. Denn in dem gleichen Buch äußert er sich auch außerordentlich kritisch, ja, haßerfüllt über Ludendorff. Scheinbar haben viele, die den Ludendorff nach dem Jahr 1926 kritisch gesehen haben, das Bedürfnis gefühlt, einen ganz anderen Ludendorff in der Zeit davor herauszuheben. Die Zeit von Erich Ludendorffs Tätigkeit als Regimentskommandeur in Düsseldorf war nur kurz. Anfang 1914 wurde er nach Straßburg versetzt. Sie reichte aber aus, dass das von ihm in jenem Jahr befehligte Regiment Ende Oktober 1918 aus Anlass der Entlassung Erich Ludendorffs seinen Namen erhielt.

1918 - Schöne Jugend in Düsseldorf

Der oben erwähnte Erich Pernet ("Piekchen") ist im April 1918 als Flieger in Frankreich gefallen. Als sein Leichnam geborgen wurde, schrieb Erich Ludendorff an Margarethe unter anderem (zit. n. 15, S. 338):
Wir alle erkannten unser Pieckchen. Deinen Schal hatte er um, es waren seine Hände, die er nun gefaltet hielt ... Nun müssen wir eine 4. Stelle auf dem Kirchhof uns bestellen. (...) Eins kann ich Dir nur sagen, ich habe den Jungen zu lieb gehabt. Wie wir das letzte mal zusammen waren, sagte er mir noch, Vater, was habe ich für eine schöne Jugend gehabt, Düsseldorf war zu schön. Er war so erfüllt von seinem Beruf, er ging an alles mit so großem Ernst. Alle Herren mochten ihn hier so gern.
Und in einem späteren Brief (15, S. 339):
Zwei liebe Söhne hat Dir der Krieg genommen, zwei liebe Kinder habe ich verloren. (...) Ich habe die beiden so liebgehabt, weil es so liebe Menschenkinder waren, so gewissenhaft und so tapfer und so lieb. ... Den Schal, den Du ihm gemacht hast, den nimmt er mit zur ewigen Ruhe.
Zu Ludendorffs Verabschiedung erhielt das vormalige Düsseldorfer Regiment dann den Beinamen Erich Ludendorff.

1923 - Albert Leo Schlageter

1923 wurde Albert Leo Schlageter auf dem Exerzierplatz des vormaligen Düsseldorfer Regiments Erich Ludendorff von der französischen Besatzungsmacht erschossen. Erich Ludendorff bemühte sich sehr um die Errichtung eines Denkmals für Albert Leo Schlageter, wie er in seinen Lebenserinnerungen berichtet. Er hatte diesbezüglich Briefkontakt mit wichtigen Geldgebern. Er konnte es dennoch nicht erreichen, dass ein solches Denkmal damals errichtet wurde.

Juni 1926

Vom 2. bis 6. Juni 1926 fand in Düsseldorf auch das "Niederrheinische Musikfest" statt (Düsseldorf.de), das Mathilde von Kemnitz (wenig später: Mathilde Ludendorff) zusammen mit ihrer Schwester Frieda Stahl besuchte (13, S. 65). Erich Ludendorff fuhr eine Woche später nach Düsseldorf. Er schreibt darüber in seinen Lebenserinnerungen (18, S. 44):
Anfang Juni war ich in Wesel und Düsseldorf bei Feiern des 57. Regiments, in das ich 1882 als junger Offizier eingetreten war, bzw. des Füssilier-Regiments 39, das ich als Regiments-Kommandeur vor dem Weltkriege befehligte und dessen Chef ich im Weltkriege geworden war. Bei meiner Verabschiedung am 26. 10. 1918 hatte es meinen Namen erhalten. (...) Es war ein eigener Geist, der mir dort entgegen wehte; (...) Freimaurergeist. (...) Der Gesamtheit stand ich völlig fremd gegenüber, ebenso ging es mir bei der Feier in Düsseldorf. (...) Ich war aus dem Kameradenkreise hinaus geschritten auf Wegen, auf denen sie mir nicht gefolgt waren. Sie lebten noch in einer anderen, "nationalen" Welt und waren zum Teil durch Freimaurer und Römischgesinnte tief gegen mich verhetzt.
In der Wochenzeitung des Tannenbergbundes hieß es darüber ("Dt. Wochenschau", 27.6.1926):
Am 12., 13. und 14. Juni fand in Düsseldorf der Regimentsappell des Niederrheinischen Füs.-Regts. Nr. 39 General Ludendorff und seiner Kriegsformationen statt. Wohl über 10.000 ehemalige Ludendorffer waren in der Rheinstadt zusammen geströmt. (...) Im Mittelpunkt der Tagung stand der Chef des Regiments Exzellenz Ludendorff, dem begeisterte Huldigungen gebracht wurden. 
1927 - Errichtung eines Kriegerehrenmales

Die ehemaligen Soldaten des Düsseldorfer Regiments wollten ab 1927 in Düsseldorf ein Kriegerehrenmal für ihre im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden errichte. Zu diesem Zweck entstand auch die folgende Postkarte (Abb. 4).

Abb. 4: Werbe-Postkarte für Denkmal (Poststempel Dez. 1931, gedruckt 1929 od. später; Herkunft: Ebay 10/2015)

Mit der Gestaltung dieses Denkmales war Erich Ludendorff nicht einverstanden (33). Er bezeichnete sie als einen Hohn auf die deutschen Soldaten und blieb der Enthüllungsfeier des Denkmals, zu der er eingeladen worden war, fern. Erich und Mathilde Ludendorff behandelten die Vorgänge um dieses Kriegerehrenmal in ihren Zeitungen sehr ausführlich. Diese Auseinandersetzungen wurden auch in einer Arbeit aus dem Jahr 2012 behandelt, die frei im Internet zugänglich ist (33). Sie wäre an dieser Stelle noch einmal gründlicher zu dokumentieren.

Juli 1939 - Tausend Ludendorff-Anhänger in Düsseldorf versammelt

Abb. 5: Gedenktafel am Haus Scheibenstraße 57 in Düsseldorf, enthüllt am 9. Juli 1939
Am 9. Juli 1939 wurde eine Erinnerungstafel an dem ehemaligen Wohnhaus von Erich Ludendorff in Düsseldorf enthüllt, die von Anhängern der Ludendorff-Bewegung finanziert worden war. Es geschah dies womöglich auf Initiative des Ludendorff-Anhängers und -Autors Herbert Frank, der auch die Ansprache anlässlich der Einweihungsfeier hielt. Mathilde Ludendorff, die zur Enthüllung eingeladen wurde, berichtet:
Am Morgen dieses Tages war die Bronzeplakette, die Mitkämpfer gestiftet hatten, an dem Wohnhaus in einer Feier enthüllt worden, das neben so vielen gar vergänglichen und oft auch gar nichtigen Menschen dem unsterblichen Feldherrn Wohnstätte war und das hierdurch allein einen besonderen Wert erfuhr. An dieser Feier nahm auch Gauleiter Florian teil, die SA-Kapelle spielte die Musik, und Deutsche unterschiedlicher Weltanschauung scharten sich gemeinsam vor dem geschmückten Hause zu dieser Enthüllungfeier. Herr Dipl.-Ingenieur Frank sprach vor allem über die unsterblichen rettenden Vorkriegstaten des Feldherrn (...), die zu der Versetzung des unwillkommenen Warners nach Düsseldorf kurz vor dem Weltkriege geführt haben. In packenden Worten faßte er das Wesentliche der unsterblichen Feldherrntaten, aber auch des völkischen Freiheitkampfes des Feldherrn zusammen, schilderte den darauffolgenden Kampf gegen die überstaatlichen Mächte und betonte soweit auch des Feldherrn Ringen für Deutsche Gotterkenntnis, als es die auch anwesenden Christen unmöglich verletzten konnte.

Dann nahm Bürgermeister Dr. Haidn das Wort und gedachte vor allem auch des Führers, des Schöpfers Großdeutschlands, ein Sieg-Heil auf den Führer, die Nationalhymnen und das Lieblingslied des Feldherrn "Ich hab mich ergeben" ließen die Feier ausklingen.

Die weit über 1000 in Düsseldorf herbeigeströmten Anhänger Deutscher Gotterkenntnis kamen nachmittags im Jägerhof in Gravenberg zusammen. Hier führte Herr Frank die Worte über des Feldherrn Ringen für Deutsche Gotterkenntnis in dem Kreise der von ihr überzeugten Menschen noch ihrer Bedeutung entsprechend weiter aus. Dann sprach Herr Generalvertreter Schmidt zu den Versammelten und las Worte vor, die ich hierfür in einem Briefe an unsere Freunde schickte, als ich der Einladung des Tradition-Verbandes des 39er Füsilier-Regiments General Ludendorff die Zusage auf die im Juni erfolgte Einladung doch noch zurücknehmen mußte.
Man wird es als erstaunlich ansehen können, dass hier im Jahr 1939 noch tausend Ludendorff-Anhänger eine Versammlung in Düsseldorf abhalten konnten.

Abb. 6: Ludendorff-Kaserne in Düsseldorf (undatiert, wohl 1930er Jahre)
Die Düsseldorfer Kaserne trug in den 1930er Jahren den Namen Ludendorff-Kaserne. - - - Auch dieser Beitrag ist nach und nach zu ergänzen, zu vervollständigen und abzurunden.
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  1. Ludendorff, Mathilde (Hg.): Erich Ludendorff - Sein Wesen und Schaffen. Ludendorffs Verlag, München 1938
  2. Nebelin, Manfred: Ludendorff. Diktator im Ersten Weltkrieg. Siedler Verlag, München 2010 
  3. Ludendorff, Erich: Mein militärischer Werdegang. Blätter der Erinnerung an unser stolzes Herr. Ludendorffs Verlag, München 1935 (Google Bücher)
  4. Bading, Ingo: Längeres Telefonat mit Frau Barbara Pernet am 24. November 2012; Zusendung von Frau Barbara Pernet vom 25. Januar 2013
  5. Heinz Pernet. Auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Pernet [24.11.2012]
  6. Restorff, Wulf von: Nachkommen von Johann v. Redekesdorpe. Auf: http://www.von-restorff.de/Ahnentafeln/Geneal_Info/redek_nach/redek_nach.htm [24.11.2012]
  7. Bading, Ingo: Möbel Erich Ludendorffs stehen zum Verkauf Erörterungen zu ihrer Echtheit und Überlegungen zur Möglichkeit einer musealen Verwendung. Studiengruppe Naturalismus, 22. Dezember 2012
  8. Bading, Ingo: Ludendorffs erste Frau. Ihre Erinnerungen als historische Quelle - beispielhafte Auszüge. Studiengruppe Naturalismus, 13.3.2012
  9. von Kauffungen, Kunz (d. i. Egon Jameson, bzw. Egon Jacobsohn): Ohne Maulkorb. Erlebnisse eines Nonkonformisten. Scherz-Verlag, Bern und Stuttgart 1964 (Google Bücher) (offenbar auch unter dem Titel "Wenn ich mich recht erinnere - Das Leben eines Optimisten in der besten aller Welten", Scherz-Verlag, Bern 1963)
  10. Ludendorff, Margarethe: Als ich Ludendorff's Frau war. Hrsg. von Walther Ziersch. Drei Masken Verlag A.-G., München 1929 (Google Bücher)
  11. Cavallie, James: Ludendorff und Kapp in Schweden. Aus dem Leben zweier Verlierer. Lang, Frankfurt am Main [u.a.] 1995
  12. Ludendorff, Erich: Meine Kriegserinnerungen 1914-1918. E. S. Mittler und Sohn, 1919, 1921 (Google Bücher
  13. Ludendorff, Mathilde: Freiheitskampf wider eine Welt von Feinden an der Seite des Feldherrn Ludendorff. V. Teil von: Statt Heiligenschein und Hexenzeichen mein Leben. Franz von Bebenburg, Pähl 1967 (Google Bücher)  
  14. Thoss, Bruno: „Ludendorff, Erich“, in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 285-290 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118574841.html
  15. Uhle-Wettler, Franz: Erich Ludendorff in seiner Zeit. Soldat, Stratege, Revolutionär. Eine Neubewertung. Verlagsges. Berg, Berg 1995 (Google Bücher)
  16. Wedel, Gudrun: Autobiographien von Frauen. Ein Lexikon. Böhlau-Verlag, Köln 2010 (Google Bücher)
  17. Venohr, Wolfgang: Ludendorff. Legende und Wirklichkeit. Ullstein 1993, TB 1998 (Google Bücher)  
  18. Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. II. Band. Meine Lebenserinnerungen von 1926 bis 1933. Verlag Hohe Warte, Stuttgart 1951
  19. Zechlin, Egmont: Ludendorff im Jahre 1915. Unveröffentlichte Briefe. In: ders.: Krieg und Kriegsrisiko. Düsseldorf 1979
  20. Bading, Ingo: Einstündiges Telefonat mit Frau Barbara Pernet am 14. Februar 2013
  21. Scheele, Hans: Ahnentafel des Feldherrn Erich Ludendorff. [Ahnentafeln berühmter Deutscher, Band 5, Ausgabe 1] Zentralstelle, für Deutsche Personen- und Familiengeschichte, 1939 (12 S.) (Google Bücher)
  22. Franz-Willing, Georg: Putsch und Verbotszeit der Hitlerbewegung. Bd. 3: November 1923 bis Februar 1925. K. W. Schütz, 1977 (464 S.) (Google Bücher
  23. Helmut Engel, Volker Koop: Der Spree-Bogen. Carl Bolle und sein Vermächtnis. Brandenburgisches Verlags, 1995 (148 S.), 2011  (Google-Bücher)
  24. Breucker, Wilhelm: Die Tragik Ludendorffs. Eine kritische Studie auf Grund persönlicher Erinnerungen an den General und seine Zeit. Helmut Rauschenbusch Verlag, Stollhamm (Oldb) 1953
  25. Hermlin, Stephan: Corneliusbrücke. Erzählung. 1968
  26. Schlosser, Jan T.: „Falsche“ und „historische“ Wirklichkeit. Stephan Hermlins intertextueller Brückenschlag zu Paul Celan. In: Hjem, Nr. 20 (2006) (pdf)      
  27. Bading, Ingo: Ludendorff in Berlin 1919 und 1920 - "Eine schöne Wohnung in der Viktoriastraße, ganz in der Nähe des Tiergartens". Auf: Studiengruppe Naturalismus, 23. Januar 2012 
  28. Wegener, Franz: Der Alchemist Franz Tausend. Alchemie und Nationalsozialismus von von Kulturfoerderverein Ruhrg, 2006 (Google Bücher) 
  29. Gruchmann, Lothar: Ludendorffs „prophetischer“ Brief an Hindenburg vom Januar/Februar 1933. Eine Legende. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 47/1999, S. 559 - 562 
  30. Bading, Ingo: Hitlers Mordpläne gegen Ludendorff im Sommer 1937 Aufsatz in zwei Teilen. Teil 1, Teil 2, Studiengruppe Naturalismus, 29. Januar 2013
  31. von Bebenburg, Franz Freiherr: Besprechung des Buches von Hartmuth Mahlberg (d.i. Johannes Marquardt) "Erich Ludendorff - Zum Gedenken seines 100. Geburtstag". In: Mensch & Maß, Folge 3, 9.2.1966, S. 138 - 143 
  32. Pernet, Barbara: Email-Zuschrift an den Autor vom 23.2.2013 
  33. Dietzsch, Martin; Paul, Dr. Jobst; Suermann, Lenard: Kriegsdenkmäler als Lernorte friedenspädagogischer Arbeit. Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, Duisburg November 2012
  34. Ludendorff, Mathilde: Bericht über Denkmalseinweihung in Düsseldorf. In: Am Heiligen Quell Deutscher Kraft, Folge 9, 28.7.1939, S. 361 - 367 
  35. Fesser, Gerd: Aufrüstung 1913 - "Je eher, desto besser". In: Zeit, 17.3.2013

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