Samstag, 20. Juni 2015

Mai 1930 – Wie das Abströmen der Bauern der Landvolk-Bewegung in Schleswig-Holstein zur Ludendorff-Bewegung verhindert wurde

Erich Ludendorff vermutete "absichtliches schädigendes Verhalten" durch ein Skaldenordens-Mitglied

Anfang des Jahres 1928 begann ein Aufruhr von 10.000en von Bauern in Schleswig-Holstein, genannt die „Landvolkbewegung“1. Anlass waren die vielen Zwangsenteignungen von Bauernhöfen, die damals in Deutschland stattfanden, und die auch zu einem Anstieg des Antisemitismus führten, da die Bauern oft „die Juden“ und das „Judensystem“ für die schlechte wirtschaftliche Lage verantwortlich machten. Die Landvolk-Bewegung wurde sehr bald von okkultgläubigen Terroristen unterwandert und radikalisiert, deren Methoden von den „Neuen Nationalisten“ und „Kommenden“ um Ernst Jünger und Friedrich Hielscher befürwortet wurden. Dies waren die damaligen „Neuen Rechten“. Anfang 1929 wurden Sprengstoffanschläge auf verschiedene Landratsämter in Norddeutschland verübt.

Abb. 1: Der "Ludendorff-Stein" in Ascheffel (Foto aus dem Jahr 2012)
Der „Bombenleger-Volck“ Herbert Volck (1894-1944), der Adjutant des Bauernführers Claus Heim, war seit 1918 ein Geheimdienstmann und blieb dies auch nach 1933. Er wurde für die Sprengstoffanschläge im Herbst 1929 zu sieben Jahren Haft verurteilt, kam aber offenbar – eine typische staatsnahe Terrorismus-, bzw. Geheimdienstkarriere – schon wenige Monate später wieder frei. Seinen Gefängnisaufenthalt verbrachte er zusammen mit Ernst von Salomon Zelle an Zelle.

In seinem Gerichtsverfahren im Herbst 1929 kam auch zur Sprache dass er sich von dem nachmaligen Hofastrologen Heinrich Himmlers Wilhelm Wulff astrologisch beraten ließ. Darüber berichtete auch die Tagespresse2. Der okkultgläubige Terrorist und Geheimdienstmann Herbert Volck war bezeichnenderweise der Sohn von Adalbert Volck, eines Hitler-treuen, innerparteilichen Gegners von Erich Ludendorff im Jahr 19243.

Offensichtlich waren viele Bauern der Landvolk-Bewegung im Frühjahr 1930 von ihren – okkulten und terroristischen – Führern enttäuscht und suchten nach einer Neuorientierung. Und offensichtlich versuchten sie sich aus diesem Anlass dem damaligen Tannenbergbund von Erich Ludendorff anzunähern. Erich Ludendorff vermutet jedenfalls in seinen Lebenserinnerungen, dass diese Annäherung in jener Zeit von Hintergrundkräften verhindert und sabotiert wurde. Er kommt darauf zu sprechen in Zusammenhang mit einer Vortragsveranstaltung am 31. Mai und 1. Juni 1930 in dem Dorf Ascheffel in Schleswig-Holstein, zwölf Kilometer westlich von Eckernförde - etwa auf halbem Weg zwischen Kiel und Schleswig.

Abb. 2: Tannenbergbund-Tagung auf dem Aschberg in Schleswig-Holstein, 31.5./1.6.1930 (aus: 6, S. 45) - ganz links Tannenbergbund-Landesführer Nord Hans Georg von Waldow
Hier hielten Erich und Mathilde Ludendorff vor mehr als tausend Bauern Vorträge. Der Tag wurde mit einer Sonnenwendfeier beendet. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde an der Stelle der Sonnenwendfeier ein „Ludendorff-Stein“ errichtet. Kurzzeitig geriet dieser Stein 2012 in die regionale Presseberichterstattung (siehe unten). Und dieser Umstand sei als Anlass gewählt, einmal in den Lebenserinnerungen Erich Ludendorffs nachzulesen, was er über die damaligen Vorgänge zu sagen hatte. Er kommt im Zusammenhang mit dieser Tagung zu sprechen eben auf eine Sabotage des Abströmens von Bauern der Landvolk-Bewegung zur damaligen Ludendorff-Bewegung. Die Inschrift des Steines lautet - soweit entzifferbar:
Erste Deutschvolk
Sonnwendfeier
am 31. Wonnemonds 1930
... übt Zeit
Ludendorff
Erich Ludendorff berichtet in seinen Lebenserinnerungen davon, dass er sich ab dem Jahr 1930 verstärkt nicht nur im Kampf gegen die Freimaurerei und den Jesuitenorden einsetzte, sondern für die Verbreitung der Philosophie seiner Frau Mathilde Ludendorff, genannt die „Deutsche Gotterkenntnis“. Zu Ostern 1930 war das fünfte der philosophischen Bücher Mathilde Ludendorffs erschienen. Sein Titel: „Des Kindes Seele und der Eltern Amt - Eine Philosophie der Erziehung“. Durch dieses war die Aufmerksamkeit der Anhängerschaft, die bis dahin zahlenmäßig ständig angewachsen war, auf Fragen der weltanschaulichen Erziehung in Elternhaus und Schule gerichtet worden. Erich Ludendorff schreibt4:
Die Zahl war so gewachsen, dass meine Frau und ich daran denken konnten, diese nun zu sammeln, (...) um die einzelnen in einem großen Verein zusammenzufassen, um den Mitgliedern allmählich im Sinne des Artikels 137 der Reichsverfassung die Anerkennung als „Religionsgesellschaft“ zu erwerben und dadurch die Erziehung der Kinder im Sinne des Artikels 149 der genannten Verfassung leichter durchsetzen zu können. (...) Ende März entschlossen meine Frau und ich uns nunmehr, die sich zum Deutschen Gotterkennen bekennenden Deutschen (...) zusammenzufassen. Wir nannten den Verein „Deutschvolk“.
Gründungsmitglieder des Vereines waren neben Erich und Mathilde Ludendorff die Schwester Mathilde Ludendorffs Lina Richter (1875-1969) und ihr Ehemann Dr. med. Heinrich Richter (gest. 1935)5. Ein frühes Mitglied dieses Vereines wurde auch der damalige Gemeindevorsteher des Dorfes Ascheffel in Schleswig-Holstein, ein Bauer Rathje. Auf seiner damaligen Koppel fand die Sonnenwendfeier statt. Und dort wurde auch der genannte „Ludendorff-Stein“ niedergelegt.

Erich Ludendorff berichtet nun über Vortragsreisen Mathilde Ludendorffs im Frühjahr dieses Jahres nach Südwestdeutschland und gemeinsam mit ihm selbst nach Pommern und Berlin, wobei sie fast immer von den Anhängern vor Ort im Auto gefahren wurden, verköstigt wurden und auch bei diesen übernachteten. Unter diesen befanden sich viele Bauern, deren wirtschaftliche und sonstige Nöte sich Erich Ludendorff anhörte. Er berichtet von dem ihm wertvollen persönlichen Kennenlernen dieser Anhänger. Er berichtet von der Bundesführertagung des Tannenbergbundes im Landwehrkasino in Berlin, auf der er auf der organisatorischen Trennung des politischen Tannenbergbundes und der weltanschaulichen Vereinigung „Deutschvolk e.V.“ bestand. Und dann schreibt er weiter (S. 292; Hervorhebung nicht im Original):
Nach der Bundesführertagung setzten wir unsere Vortragsreise nach Holstein und dem Hannöverschen fort. Der nächste Vortrag war in Ascheffel, einem kleinen abgelegenen Ort bei Eckernförde, von dem Landesführer Nord, Herrn v. Waldow, angesetzt. Dieser Ort war eigenartig gewählt. Zwar lag dort der Aschberg, von dem aus wir eine wundervolle Sicht in das schöne Holsteinische Land hatten, das ich schon in meiner Plöner Kadettenzeit lieb gewonnen hatte, aber die Verbindungen dorthin waren so ungünstig, dass er nur schwer und unter viel Umständen zu erreichen war. Das schon war eigenartig. Der Vortrag selbst fand in einem Zelt statt, dessen Zugänge von allen Seiten offen waren, so dass eine Einlasskartenkontrolle überhaupt nur schwer durchzuführen war. Die Kosten, die die Werbung gemacht hatte, waren bedeutend. Brachte sonst der Vortrag von meiner Frau und mir den betreffenden Verbänden des Tannenbergbundes Gewinn und damit die Möglichkeit neuer Werbung für unsere Weltanschauung, so befürchteten wir hier sofort das Gegenteil. Unsere Sorgen rechtfertigten sich auch. Es war der einzige Fall während unserer recht zahlreichen Vorträge, in dem statt Einnahmen Schulden durch unsere Vorträge entstanden. Das war nur dadurch erklärlich, dass es sich hier um ein absichtliches schädigendes Wirken oder um Unüberlegtheiten handelte, welch letztere dem Manne, dem Major v. Waldow das Einrichten der ganzen Veranstaltung übergeben hatte, schwer zuzutrauen waren. Leider ist es mir nicht gelungen, den Landesführer Nord von dem Wirken dieses Deutschen zu überzeugen, der früher auch dem Skaldenorden angehört hatte. Im Gegenteil so oft ich Major v. Waldow auf diese Persönlichkeit hinwies, so oft nahm er sie auch in Schutz und wollte klüger sein als ich. Hierin lag eine der ersten Ursachen meiner tiefen Entfremdung von dem Landesführer Nord. Ich sah Treuversicherungen nicht in Worten, sondern im Eingehen auf meine recht reichen Lebenserfahrungen. Es war auch so, dass tatsächlich der schöne Auftrieb, den die Tannenbergbundbewegung eine Zeitlang in Holstein hatte, nicht nur nicht stehenblieb, sondern auch wiederum verebbte. Hässlicher Ortsgruppenstreit lähmte Kraft.
Noch etwas anderes war in Ascheffel eingetreten. Die Holsteinischen Bauern, die sich eine Zeitlang von dem Bauern Claus Heim beeindrucken ließen, hatten erkannt, dass dieser Wege einschlug, die schließlich nicht den Belangen der Bauernschaft entsprachen. Durch Okkulte hatten sich Bauern zu Handlungen hinreißen lassen, die sie mit den Staatsgesetzen in schwersten Widerstreit brachten. Diese Bauern hätten sich gern und offen meiner Person angeschlossen. Ich hatte nun Darstellungen erhalten, die mir ein richtiges Bild nicht gaben. Erst Jahre später gewann ich Einblick. Auch hier war Sabotage verübt worden.
Aber ich entsinne mich gern Deutscher Bauern, so des Herrn Plambeck, des Herrn Wulf, Eisendorf, Frau Hönck aus Dithmarschen, die besonders schwer zu ringen hatten, da sie sich der Deutschen Gotterkenntnis anschlossen, und auch unserer Gastgeber in Ascheffel, Herrn und Frau Rathje. Auch der Bauer Rathje wurde überzeugungstreuer Kämpfer Deutscher Weltanschauung. Er erzählte damals, wie die protestantischen Priester gegen das „Haus Ludendorff“ wirkten, wie dem Lehrer, der zugleich Küster war, verboten worden war, den Gesangverein Ascheffels vor uns Lieder vortragen zu lassen. Wir schlugen nun vor, der Gesangverein sollte sich einen anderen Dirigenten wählen. So geschah es denn auch, und der Gesangverein konnte seine Lieder vortragen. Unsere Vorträge waren wie immer eine eindrucksvolle Kundgebung. Nach dem Vortrag wurde eine Eiche gepflanzt, ein Sonnwendfeuer abgebrannt, und ich gab die ersten Karten an Deutsche aus, die sich zur Deutschen Gotterkenntnis bekannten. Die Eiche ging später ein. Eine neue wurde gepflanzt. Allen Feinden des Deutschvolkes und Deutscher Gotterkenntnis nutzten Sabotageakte nichts, sie geht weiter ins Volk. Es war das letzte mal, dass ich Holstein selbst unter Deutschen Bauern weilte und von ihnen auch ihre wirtschaftlichen Sorgen und Nöte hörte; später besuchten mich hin und wieder einige Deutsche Bauern in Tutzing und ich freute mich darüber; ich freute mich auch, als ich den Nachweis erhielt, dass ich über einen meiner Ahnen fernliegender Generation, König Gustaf Wasa von Schweden, und dessen Vorfahren, mit heute noch lebenden Holsteinischen Bauerngeschlechtern versippt bin.
Von Ascheffel ging es nach Uelzen. Der Kraftwagen in Ascheffel war so lässig bestellt, dass wir den Zug in Rendsburg nicht erreichten; nur schwer bekamen wir in Rendsburg einen Kraftwagen, da dort irgendeine Stahlhelmfeier war; es gelang indes, und nach langer Fahrt erreichten wir noch rechtzeitig zum Vortrage Uelzen.
So der Bericht Erich Ludendorffs, der aus seiner Sicht viele positive und manche sehr negativen Eindrücke über das Geschehen von Ascheffel enthält.

Abschließend sei noch zitiert, was am 9. und am 14. Januar 2012 in der „Schleswig-Holsteinischen Zeitung“ über das jüngste Schicksal des „Ludendorff-Steines in Ascheffel“ berichtet wurde (SHZ, 9.2.12):
Landpächter entfernt „Ludendorff-Gedenkstein“ von Koppel in Ascheffel / 1000 Besucher waren 1930 bei Sonnenwendfeier im Dorf dabei
Ascheffel. General Erich Ludendorff (1865-1937) galt als einer der einflussreichsten deutschen Männer im Ersten Weltkrieg und zählt zu den umstrittensten Figuren der deutschen Geschichte. Er wurde als „moderner Alexander“ gefeiert, als „Held von Stahl“. Zusammen mit Hindenburg errang Erich Ludendorff zu Beginn des Ersten Weltkriegs den Sieg von Tannenberg. Zusammen mit Adolf Hitler wollte sich Ludendorff 1923 von München aus an die Macht putschen.
Seit mehr als 80 Jahren erinnerte ein gut ein Meter großer Stein auf einer Koppel im Ascheffeler Förstereiweg an die so genannte „Ludendorff-Feier“ des Tannenbergbundes in der Gemeinde am 31. Mai und 1. Juni 1930. Ein Leser hatte kürzlich festgestellt, dass dieser Stein entfernt worden war. Auch die Gemeinde war mittlerweile darüber informiert. „Bei Vermessungsarbeiten haben wir gesehen, dass der Stein nicht mehr dort stand“, sagte Bürgermeister Günther Petersen, der vermutet, dass der Stein für die Arbeit auf dem Feld weichen musste. „Das Ordnungsamt ist informiert“, so Petersen.
Besitzer der Fläche sind Silvia und Frank Gellhorn, die diese an den Landwirt Manfred Möller-Boldt verpachtet haben. Nach Aussage von Silvia Gellhorn ist der Stein aber bereits seit über einem Jahr nicht mehr an seinem Platz. Dieser habe im Vorgarten von Möller-Boldt gelegen. Er hätte aber zugesichert, dass der Stein wieder an seinen langjährigen Standort zurückkehren werde. Eine Frist hätte man ihm aber nicht gesetzt ,,schließlich hätte der Stein nicht unter Denkmalschutz gestanden“, so Silvia Gellhorn. Landwirt Möller-Boldt wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Vorfall äußern.
Petersens Stellvertreterin, Telse Stoy, zugleich auch Archivarin im Amt und Vorsitzende der Heimatgemeinschaft, hat über die Geschichte des Ludendorff-Steins recherchiert. Der 1925 von Erich Ludendorff als deutsch-germanische Religionsgemeinschaft gegründete Tannenbergbund kämpfte gegen alle „überstaatlichen Weltverschwörungen von Juden, Freimaurern und Jesuiten“. Die christliche Lehre ablehnend, forderte Ludendorff seine Anhänger auf, aus der Kirche auszutreten. In Ascheffel und Hütten seien 15 „Ludendorffer“ dieser Aufforderung gefolgt.
Die Feier fand 1930 auf einer hochgelegenen Koppel des damaligen Gemeindevorstehers und begeisterten Tannenbergers Rathje in Ascheffel statt. „Geplant war“, so berichtet Stoy, daß die Feier eigentlich auf dem Aschberg ausgerichtet werden sollte, die Aschberg-Gesellschaft habe aber nicht ihre Zustimmung erteilt. Etwa 1000 Menschen sollen schließlich dabei gewesen sein, viele aber nur als Zuschauer, um General Ludendorff zu sehen. Die Tannenberger brannten nach Sonnenuntergang auf dem höchsten Punkt der Koppel ein Sonnenwendfeuer ab.
Was das Entfernen des Gedenksteines betrifft, sagt Telse Stoy: „Die Frage ist vielschichtig, ob dieser Stein als geschichtliches Denkmal und angesichts der politischen und ethischen Inhalte des Tannenbergbundes überhaupt erhalten werden sollte.“ Aber, so betonte sie auch, darüber sollte nicht ein einzelner, in diesem Fall der Landpächter, entscheiden.
Drei Tage später hatte der Pächter den Stein zurückgebracht (SHZ, 14.1.12):
Ascheffel. Der „Ludendorff-Stein“ ist wieder zurück in Ascheffel. Der Stein, der an die Sonnenwendfeier 1930 mit dem umstrittenen General Erich Ludendorff (1865-1937) in Ascheffel erinnert, war von Landpächter Manfred Möller-Boldt für die Feldarbeit entfernt worden. Jetzt hat er ihn wieder am Rande des Feldes im Förstereiweg abgelegt.
Wie Bürgermeister Günther Petersen mitteilte, hatte Möller-Boldt sowohl die Amtsverwaltung als auch die Gemeinde und den Landeigentümer vor wenigen Tagen schriftlich darüber informiert, dass er den Stein zurückgeben werde. Wenn es gewünscht sei, würde er den Stein auch wieder an seinen ursprünglichen Standort aufstellen, hieße es in dem Schreiben.
Die Reaktionen auf das Verschwinden des Steines waren vielfältig, berichtete Petersen. Viele Bürger seien erbost gewesen, dass der Stein eigenmächtig entfernt wurde. Andere hätten dagegen hinterfragt, woran dieser die Gemeinde eigentlich erinnern soll. „Auch im Ausschuss haben wir durchaus kontrovers darüber diskutiert“, verriet der Bürgermeister. Für ihn sei der Stein aber ein Teil der Dorfgeschichte.
Ob dieser nun wieder auf der Koppel platziert wird, entscheide aber nicht die Gemeinde. Wie Günter Draheim vom Ordnungsamt mitteilte, sei der gut ein Meter große Stein kein Denkmal. Er gehöre den Landeigentümern, der Familie Gellhorn. Diese entscheidet damit über die Zukunft und den Verbleib des Steines. „Zur Zeit ist es noch zu nass auf dem Feld, um ihn dort wieder aufzustellen“, sagte Silvia Gellhorn auf Nachfrage. Entschieden sei noch nichts. Um wieder für Harmonie im Dorf zu sorgen, werde der Stein aber wohl wieder zurückkommen, versicherte sie.
Sollten also Orts- und Landeschronisten über das Schicksal dieses Steines forschen, sollte der Zusammenhang mit der damaligen Landvolk-Bewegung und ihrer geheimdienstlichen Unterwanderung durch staatsnahe okkultgläubige Terroristen nicht unerwähnt bleiben. Bestimmte Erscheinungen haben eben eine lange Tradition in Deutschland ….

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1https://de.wikipedia.org/wiki/Landvolkbewegung_%28Schleswig-Holstein%29; Der Väter Kampfnatur, in: Der Spiegel, 14.8.1963, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46171487.html
2Bading, Ingo: Die Schicksalsgläubigkeit des Adolf Hitler (Teil 4: 1941-1945). Auf: Gesellschaftl. Aufbruch – jetzt!, 1. Juli 2012, http://studgenpol.blogspot.de/2012/07/die-schicksalsglaubigkeit-des-adolf_01.html
3Bading, Ingo: Adalbert Volck gegen Erich Ludendorff (1924) - Spaltungstendenzen in der Deutschvölkischen Freiheitspartei 1924. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 6. August 2014, http://studiengruppe.blogspot.de/2014/08/adalbert-volck-gegen-erich-ludendorff.html
4Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. II. Band: Meine Lebenserinnerungen von 1926 bis 1933. Verlag Hohe Warte, Stuttgart 1951, S. 287
5Bading, Ingo: Die Grafikerin und Malerin Lina Richter (1875-1969) - Eine Schwester Mathilde Ludendorffs. 24. Juli 2014, auf: http://studiengruppe.blogspot.de/2014/07/die-grafikerin-und-malerin-lina-richter.html
6 Duda, Gunther: Ein Kampf für Freiheit und Frieden. Ludendorffs Tannenbergbund 1925 – 1933. Verlag Hohe Warte GmbH, Pähl 1997

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